Heinsberg: Die Geste ist wichtiger als die materiellen Dinge

Heinsberg: Die Geste ist wichtiger als die materiellen Dinge

In der Justizvollzugsanstalt Heinsberg sind zahlreiche Jugendliche inhaftiert, die kaum oder keinen Kontakt zu Menschen außerhalb des Gefängnisses haben. Für diese Jugendlichen, aber auch für die übrigen Insassen der JVA bitten die beiden Seelsorger der Anstalt um eine Weihnachtsgabe.

Rüdiger Hagens ist als Nachfolger von Pfarrer Marian W. Janke der katholische Anstaltsgeistliche, Pfarrer Günter Pilger ist sein evangelischer Kollege. Beide haben sich schriftlich an die Gemeinden in der Region gewandt mit der Bitte, Spenden in materieller und finanzieller Art für die Weihnachtstüten der jugendlichen Inhaftierten zu leisten.

Pfarrer Günter Pilger: „Es ist nicht vordringlich der materielle Wert einer Zuwendung für diese Gefangenen, sondern vielmehr ein ideelles Zeichen: Ich bin nicht völlig abgeschrieben in dieser Gesellschaft; da ist jemand, der denkt an mich.”

Die alljährliche Weihnachtstütenaktion der Pfarrer der JVA Heinsberg soll 204 inhaftierten Jugendlichen zugute kommen, denn auch zu Weihnachten darf aufgrund gesetzlicher Bestimmungen den Gefangenen kein Paket ihrer Angehörigen zugeschickt werden.

An Sachspenden willkommen sind Kaffee (löslich oder gemahlen), Tabak, Dauerwurst, Konserven und Süßigkeiten. Drogerieartikel und alkoholhaltige Lebensmittel dürfen nicht mit in die Weihnachtstüte gepackt werden. Die Sachspenden oder auch Geldspenden in bar können Spendenwillige über ihre Kirchengemeinde leisten. Sie sollten sich aber zuvor erkundigen, ob ihre Gemeinde an der Aktion teilnimmt.

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