Kreis Düren: Die CDU als stärkste Kraft im Kreis ablösen

Kreis Düren: Die CDU als stärkste Kraft im Kreis ablösen

Mit 95 Prozent der Delegiertenstimmen ist Dietmar Nietan am Samstag beim ordentlichen Parteitag des SPD Unterbezirks Düren in seinem Amt als Parteivorsitzender wiedergewählt worden. Sei ne Stellvertreter sind Peter Münstermann aus Langerwehe, Richard Halver aus Kreuzau und Liesel Koschorreck aus Birkesdorf.

Dr. Jörg Steffens aus Kreuzau wurde zum Kassierer gewählt, Schriftführerin ist Heike Szadkowski aus Nörvenich.

„Ich bin mehr als zufrieden”, sagte Nietan über sein Ergebnis. „Jetzt können wir in das wichtige Bundeswahlkampfjahr starten.” In seiner Rede hatte Dietmar Nietan betont, dass die SPD im Kreis Düren viel erreicht habe. „Schulentwicklungsplan, Masterplan Energie oder der Runde Tisch für Arbeitsmarktpolitik”, sagte Nietan, „waren allesamt Ideen von uns Sozialdemokraten. Und da sind die Mehrheitsfraktionen auf die SPD zugekommen.” Bei den Kommunalwahlen 2014, so Nietan weiter, könne es Rot-Grün schaffen, „die CDU als stärkste politische im Kreis Düren abzulösen”. Nietan: „Wir sind für die Wähler die einzig glaubwürdige Alternative. Das Denkmal Wolfgang Spelthahn hat deutliche Risse bekommen. Und viele CDU-Ortsvereine sind zerstritten. Das müssen wir den Wählern deutlich machen.”

Ähnliche Worte fand auch Oliver Krischer, Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen, der den Genossen in der Aula der ehemaligen Dürener Landwirtschaftsschule beim Parteitag einen Besuch abstattete: „Wolfgang Spelthahn und Paul Larue sind nicht mehr gut für Stadt und Kreis Düren. Wenn eine Partei 15 Jahre an der Macht ist, ist das nicht gut für Demokratie und Gemeinwesen.” Die jüngsten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft seien für Oliver Krischer ein äußeres Zeichen dafür, dass sich etwas ändern müsse. „Die schwarz-gelben Mehrheiten können einfach keine Antworten mehr geben.”

Der Meinung waren die SPD-Mitglieder offenbar auch und verabschiedeten deswegen auf dem Parteitag einstimmig das Ziel, Schwarz-Gelb in zwei Jahren auf kommunaler Ebene abzulösen.

Ebenfalls einstimmig verabschiedete die Kreis-SPD einen Antrag zur Kreispolitik, indem sich die Sozialdemokraten dafür aussprechen, gemeinsam mit den Bürgern ein strategisches Handlungskonzept für den Kreis Düren zu entwickeln, um der Region die besten Zukunftschancen zwischen den beiden Großräumen Aachen und Köln zu ermöglichen.

Die Erarbeitung eines Mobilitätskonzeptes für den Kreis Düren, die Eindämmung von Leiharbeit, der Mindestlohn und auch die Forderung an das Land NRW, bestehende Hürden für die Errichtung von Gesamtschulen im ländlichen Raum abzubauen, waren weitere wichtige Themen, die beim SPD- Parteitag am Wochenende erörtert wurden.

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