Gangelt-Kreuzrath: Diamantenes Priesterjubiläum: Jansen ist immer für seine Gemeinde da

Gangelt-Kreuzrath: Diamantenes Priesterjubiläum: Jansen ist immer für seine Gemeinde da

Ein seltener Anlass zum Feiern stand nun in der Gemeinde Gangelt an: Der 88-jährige Anton Jansen feierte sein Diamantenes Priesterjubiläum. Anton Jansen übte seine beiden Berufe stets mit großer Leidenschaft aus. Zum einen ist er seit 60 Jahren Priester, zum anderen war er bis 1992 Lehrer am Kreisgymnasium Heinsberg.

„Sie waren in zwei zeitaufwendigen Berufen tätig. Aber der eine Beruf ergänzte den anderen. Sie waren Priester von Ihrer Gesinnung und Einstellung her, konnten so den Glauben an die jungen Menschen weitergeben. Sie waren bei den Schülern sehr beliebt und hatten immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte“, sagte Gangelts Bürgermeister Bernhard Tholen in seiner Festrede in der Aula des Bürgerzentrums.

„Als Pastor Fischenich aus Gangelt 1978 fragte, ob Sie nach dem Ausscheiden von Pastor Rütten in Kreuzrath in der Pfarre Zur Schmerzhaften Mutter aushelfen könnten, sagten Sie spontan Ja“, sagte Tholen. In Kreuzrath war Jansen fortan der „Herr Pfarrer“.

Der Bürgermeister würdigte den Subsidiar Jansen als einen Mann, der immer für andere da war und eine ganz besondere Eigenschaft hatte: „Ihre Predigt hat nie länger als 15 Minuten gedauert“, sagte Tholen. Kreuzraths Ortsvorsteher Wolfgang Erkens würdigte die Verdienste von Anton Jansen ebenfalls.

Es folgte eine lange Gratulationscour und eine durch Ehrenbürgermeister Heinrich Aretz vorgetragene Anekdote, die für gute Stimmung sorgte.

Der Festtag hatte in der Neustraße in Birgden, dem Wohnort von Anton Jansen, begonnen. Dort wurde Jansen von den Ortsvereinen aus Birgden abgeholt, am Ortseingang von Kreuzrath schlossen sich Kreuzraths Vereine dem Festzug bis zur Kirche an. Dort warteten viele Freunde und Bekannte, und auch zahlreiche Priester drückten diesem Fest einen feierlichen Stempel auf.

Gangelts Pfarrer Daniel Wenzel freute sich, dass viele seiner Kollegen der Einladung gefolgt waren. Wenzel blickte einige Male ehrfürchtig zu Anton Jansen: „Im Grunde laufe ich Anton Jansen hinterher“, sagte Daniel Wenzel. „Anton Jansen hat in Bonn und Innsbruck studiert, ich auch — aber fast 60 Jahre später. Weiter hat Anton die Geschicke in Kreuzrath und der Gemeinde Gangelt geleitet, jetzt bin ich hier“, sagte Pfarrer Wenzel.

Beeindruckend für Daniel Wenzel war einst eine Predigt von Anton Jansen mit Gedanken, die für den heutigen Pfarrer sehr richtungsweisend waren. „Ich schätze ihn sehr, er wirkt trotz des Alters von 88 Jahren immer noch beratend mit, und seine Meinung und sein Rat sind immer noch Gold wert. Er ist der ruhende Pol unserer Gemeinschaft. Anton Jansen ist immer für uns da“, sagte Daniel Wenzel. „Jetzt nimmt er mich nicht mehr an der Hand, jetzt nehme ich ihn an der Hand“, zeigte Daniel Wenzel große Wertschätzung für Anton Jansen.

Nach der Priesterweihe am 25. Juni 1956 durch Bischof Dr. Johannes Pohlschneider feierte Anton Jansen am 5. August 1956 in der Pfarrkirche St. Urbanus Birgden seine Primiz, er war anschließend als Kaplan in Heinsberg tätig.

(agsb)