Kreis Heinsberg: Deutsch-polnische Begegnung: VHS-Meisterkonzert

Kreis Heinsberg: Deutsch-polnische Begegnung: VHS-Meisterkonzert

Ganz im Zeichen der deutsch-polnischen Begegnung stand das letzte Meisterkonzert der Anton-Heinen-Volkshochschule in diesem Jahr, das vierte von insgesamt sieben in dieser Saison. In der Erkelenzer Stadthalle stand — neben Werken bekannter Komponisten wie Arcangelo Corelli, Antonio Vivaldi und Johann Sebastian Bach — auch der in ­Europa weniger bekannte argentinische Komponist Ariel Ramirez im Blickpunkt.

Seine „Misa Criolla“ und „Navidad Nuestra“ schlägt die Brücke zwischen lateinamerikanischer Folklore und liturgischen Gesängen.

Präsentiert wurden seine Kompositionen von der schlesischen Gruppe Sierra Manta, den Chören der Naturwissenschaftlichen Universität Breslau mit den Solisten Marcin Czopka (Tenor) und Professor Bogdan Makal (Bass-Bariton) sowie dem Erkelenzer Kammerchor Le Colisée, einem Projektchor vom Verein Pro Musica. Dr. Artur Wrobel war kurzfristig für den erkrankten Professor Alan Urbanek als Dirigent eingesprungen.

Rhythmen gehen in die Beine

Unterstrichen wurde das volkstümliche Element in Ramirez‘ Komposition auch durch traditionelle südamerikanische Instrumente und Trommeln. Darauf hat sich die Gruppe Sierra Manta spezialisiert, die 1987 im schlesischen Zabkowice gegründet wurde und vom Enkel des Komponisten geleitet wird. Immer wieder gingen die Rhythmen den Zuhörern durch die Ohren in die Beine oder wechselten mit getragenen Passagen ab, die die Weite der Pampa vor dem inneren Auge aufziehen ließen. Die Texte sind in kastilischer Sprache verfasst und mussten eigens von einer liturgischen Kommission genehmigt werden.

Nach der Pause ging es klassisch mit Corellis Weihnachtskonzert sowie mit dem „Herbst“ und „Winter“ aus Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ weiter. Das Doppelkonzert für zwei Violinen von Bach präsentierte das Orchester der Karol-Lipinski-Musikhochschule Breslau mit den beiden Violinisten Dr. Robert Bachara und Dr. Jacek Ropski. Bachs Komposition ist von den damals stilprägenden Corelli und Vivaldi beeinflusst. Das Werk wird als Bindeglied zwischen barocken und klassischen Solokonzerten bezeichnet.

Am Ende des Konzertes kehrten die Chöre auf die Bühne zurück, um das Konzert mit zwei englischsprachigen Weihnachtsliedern ausklingen zu lassen.

(hewi)
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