Aachen: Der Soerser Sonntag kehrt auf einen Sonntag zurück

Aachen: Der Soerser Sonntag kehrt auf einen Sonntag zurück

So eine Europameisterschaft, wie sie der Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) im vergangenen Jahr ausgerichtet hat, bringt selbst bei den erfahrenen Turnierveranstaltern in der Soers die Koordinaten ein wenig durcheinander.

Doch Freitag hat mit den Voltigierwettbewerben wieder ein ganz normaler CHIO begonnen, dessen Programm ALRV-Präsident Carl Meulenbergh gerne als „100 Prozent CHIO“ beschreibt. Und dabei wird einiges wieder 100-prozentig ins rechte Lot gerückt — zum Beispiel der Soerser Sonntag.

„Denn der findet wieder an einem Sonntag statt“, verkündet Carl Meulenbergh, und zwar am morgigen Sonntag, 10. Juli. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Einen eintrittsfreien Publikumstag mit Showprogramm, geöffneter Zeltstadt und Interview- und Talkgästen im Medienzentrum unserer Zeitung hat es auch bei den Europameisterschaften 2015 gegeben, allerdings fiel er damals auf den 18. August — und das war ein Dienstag.

Blick auf die Nachhaltigkeit

Vieles haben die Macher in der Soers um Turnierdirektor Frank Kemperman und Chefvermarkter Michael Mronz bei der EM gelernt und auch einiges beibehalten. Etwa die offizielle Eröffnungsfeier, die am kommenden Dienstag, 12. Juli, nicht mehr nachmittags, wie noch beim bis zum CHIO 2014, sondern abends um 20 Uhr beginnt, wie bei der Reit-EM, „da das vom Publikum so gut aufgenommen worden ist“, begründet Meulenbergh.

Sein Turnierdirektor Kemperman wird nicht müde zu erklären, dass alle Großereignisse in der Soers immer mit Blick auf den CHIO veranstaltet worden seien und sich nachhaltig auf ihn ausgewirkt hätten. So sei zum 100-jährigen Jubiläum des ALRV 1998 das Dressurstadion entstanden, für die Weltreiterspiele 2006 wurde die große Reitertribüne mit integrierter Geschäftsstelle und Pressezentrum gebaut und zur EM im vergangenen Jahr erhielt das Dressurstadion eine neue Tribüne.

„Wir haben immer geschaut, was wir aus den Großereignissen für den CHIO lernen können“, erzählt Michael Mronz. 2006 zum Beispiel sei der Nationenpreis erstmals unter Flutlicht ausgetragen worden, seitdem finde er immer abends statt, berichtet der Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH. „Und von der 100-Jahr-Feier ist der Soerser Sonntag übrig geblieben“, erinnert Mronz an den Publikumstag, der seinerzeit als einmalige Aktion geplant war, inzwischen aber aus dem Programm nicht mehr wegzudenken sei und viel zu der Volksfestatmosphäre des CHIO beitrage.

Ob dem auch wirklich so ist, können alle Öcher bei freiem Eintritt ab morgen Vormittag selbst überprüfen. Der Tag beginnt traditionell um 11.30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst mit Tiersegnung im Dressurstadion, anschließend gibt es Show und Spaß rund ums Pferd mit Maskottchen Karli, mit einem Pferdefußballspiel, einer Demonstration des Therapeutischen Reitens, einer berittenen Zikrusshow und natürlich vielen Gästen aus dem CHIO-Partnerland Schweden. Und die Zeltstadt mit den Geschäften und Gastronomiebetrieben ist ebenso geöffnet wie das Medienhaus unserer Zeitung mit zahlreichen Gästen.