Heinsberg: Der besondere Reiz der Billionen-Marke

Heinsberg: Der besondere Reiz der Billionen-Marke

An ihr erstes Album erinnert sich Gisela Kessel noch genau. Selbst gebastelt hatte es die passionierte Briefmarkensammlerin aus Pappe. Hinter eingeklebten, braunen Papierstreifen verstaute sie ihre ersten Werte. Eine Billion hätten ihre Inflationsmarken damals gezeigt.

„Da habe ich als junges Mädchen immer gestaunt.” Als 16-Jährige wurde sie Mitglied des Briefmarken-Sammler-Vereins „Selfkant” Heinsberg, dessen Gründungsmitglied ihre Mutter war.

Ihre Sammelleidenschaft heute sind Marken aus Deutschland, aus Österreich und aus der Schweiz. Wie viele es mittlerweile sind? „Die kann ich gar nicht mehr zählen, auch die Bücher nicht mehr”, sagt die Jubilarin, die von ihrem Verein jetzt für 50-jährige Zugehörigkeit ausgezeichnet wurde.

Wenn es sie auch 1973 beruflich nach Düsseldorf verschlug, so ist sie doch immer noch eine treue Besucherin der vereinsinternen Tauschtage, die an jedem dritten Samstag im Monat ab 14 Uhr im Heinsberger Jugendheim Arche stattfinden.

Vereinsvorsitzender Leo Tellers überreichte ihr anlässlich des Goldjubiläums Urkunde und Treuenadel. Er überbrachte zugleich die Glückwünsche vom Präsidenten des Bundes Deutscher Philatelisten, Dieter Hartwig, und des Vorsitzenden des Landesverbandes Mittelrhein, Klaus Goslich.

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