Kreis Heinsberg: Dem „Kauf in den Mai“ folgen beim Roten Kreuz weitere Basare

Kreis Heinsberg: Dem „Kauf in den Mai“ folgen beim Roten Kreuz weitere Basare

Der Andrang beim „Kauf in den Mai“ vom Deutschen Roten Kreuz in der Spendenhalle in Heinsberg an der Industriestraße war enorm: Eine große Zahl von Kunden kam an den beiden Tagen, um vor allem Frühlings- und Sommerkleidung für Erwachsene und Kinder zum kleinen Preis einzukaufen.

„Die Leute gingen mit Säcken, Tüten und Taschen bepackt nach Hause“, berichtete Helferin Aline Rütten, „viele kamen am nächsten Tag wieder und kauften noch mehr ein.“ Bei Preisen von 20 Cent bis drei Euro ist eine Gesamtsumme von 2300 Euro zusammengekommen, meldete das DRK. Der Erlös soll direkt der Flüchtlingshilfe und dem Aufbau des Kristallisationspunktes in Heinsberg zugutekommen.

Da das ehrenamtliche Verkaufsteam um DRK-Ehrenamtskoordinatorin Ira Stormanns weiterhin große Mengen an Kleidung und Schuhen für Kinder und Erwachsene sowie Taschen oder Spielsachen bis hin zu Koffern und Möbel vorrätig hat, bietet es zwei weitere Basare an: donnerstags, am 12. und 19. Mai, jeweils von 14 bis 18 Uhr, in Heinsberg, Industriestraße 15 (hinter dem ehemaligen Holzhandel Becher). Dabei geben sie etwa eine Kommode für rund 20 Euro ab.

Die von der Bevölkerung seit Öffnung der Halle im September 2015 gespendete Kleidung und andere Sachen haben die Frauen sorgsam ausgewählt und ausgelegt. Viele neuwertige Sachen und Markenartikel befinden sich darunter. Damit jeder etwas Passendes findet, beraten die Frauen bezüglich der Größen, und in einer selbstgebauten Umkleidekabine können die Kleidungsstücke anprobiert werden.

Die Helferinnen selber sind mit viel Freude bei der Sache. Durch die Flüchtlingssituation sind sie zusammengewachsen und kamen jeden Montag und Donnerstag, um zu arbeiten und die Notunterkünfte, verschiedene Wohlfahrtsverbände, Vereine und Organisationen in der Flüchtlingsarbeit mit Material zu versorgen.

„Eine war und ist immer dabei, die alle motiviert“, erinnerte sich Ingrid von Karczewski, „es ist nicht immer so einfach, auch bei Nässe und Kälte weiterzumachen.“ Trotz allem hätten sie immer gute Laune. Inzwischen ist Annahmestopp, da Ende Mai die Räumlichkeit geräumt werden müssen; die Firma Mobau Wirtz wird sie nach Angaben des DRK wieder selber nutzen.

„Die Restbestände geben wir an die Notunterkunft Geilenkirchen, an die Kleiderstube in Erkelenz und zum Kristallisationspunkt in Heinsberg an der Rudolf-Diesel-Straße 19“, erklärte Ira Stormanns, „in Letzterem wird in naher Zukunft eine zweite Kleiderstube eröffnet werden.“

Am Hauptstandort des DRK im Kreis Heinsberg in Erkelenz (Zur Feuerwache 8) ist die Kleiderstube immer von montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr sowie dienstags zusätzlich von 14 bis 16 Uhr und an jedem ersten Samstag im Monat von 9 bis 12 Uhr geöffnet.

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