Erkelenz: Das wird lecker: Wurfmaterial nur vom Feinsten

Erkelenz: Das wird lecker: Wurfmaterial nur vom Feinsten

Der Rosenmontag wird für Richard Grätz und seine Mannschaft zu einem anstrengenden Tag. Das „eingespielte Team unter neuer Leitung”, so EKG-Sprecher Helmut Jopen, ist für die Zugleitung verantwortlich beim großen Rosenmontagszug durch die Erkelenzer Innenstadt.

Ab 14.11 Uhr schlängelt sich die närrische Karawane über die Straßen, beginnend am Dr-Josef-Hahn-Platz, wo sie sich nach ihrem 2,7 Kilometer langen Weg auch auflösen wird. „An der Wegstrecke hat sich gegenüber dem Vorjahr nichts geändert”, meinte Jopen bei der Vorstellung des Zuges. Er nannte beachtliche Zahlen.

Verbindlich angemeldet haben sich 50 Wagen und 43 Fußgruppen. Hinzukommen sieben Musikkapellen. „Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger, Kapellen zu bekommen”, sagte er. Viele Musiker wollen nach anstrengenden Karnevalstagen gerne selbst am Rosenmontag feiern. Andere sind für die großen Züge in der Region verpflichtet oder bei denen in ihren Heimatorten. Umso mehr Bedeutung gewinnt die Musik, die von den Wagen auf das Publikum schallt. „Wir bitten darum, dass ,jecke Tön´ aus den Lautsprechern schallen”, haben Jopen und mit ihm das EKG-Dreigestirn eine Bitte an die Teilnehmer.

Schließlich handelte es sich um einen Karnevalszug und nicht um eine Open-Air-Disco. Aber sie wollen den Teilnehmern nicht die Musikauswahl vorschreiben. Wohl aber die Lautstärke. „Wer zu laut ist, bekommt Probleme”, mahnt Jopen im Vorfeld. Wenn die Schmerzgrenze durch den Boxenlärm erreicht ist, wird der Verursacher ermahnt und gebeten, die Lautstärke zu reduzieren. Wird er ein zweites Mal erwischt, gibt es die „Gelbe Karte”, der dritte Verstoß wird mit „gelb-rot” und einem Zugverweis geahndet.

Kamelle für die Kehrmaschine

Neben der großen Abteilung der EKG mit dem Dreigestirn im Zentrum haben sich Wagen und Gruppen aus der Innenstadt, aus Granterath, Hetzerath, Tenholt, Bellinghoven, Katzem, Gerderath, Hückelhoven, Rath-Anhoven, Kückhoven, Schwanenberg, Holzweiler, Baal und Matzerath angemeldet. „Die EKG wird in diesem Jahr nur hochwertiges Wurfmaterial haben”, betont Jopen. Es werde keinen „klassischen Kamelleregen” geben. Dies sei das Ergebnis aus der Erfahrung der letzten Jahre, als viele Bonbons liegen blieben: „Die Kehrmaschine nimmt eine ganze Menge Kamelle mit.”

Doch vor dem närrischen Höhepunkt stehen noch einige andere attraktive Veranstaltungen vor dem Dreigestirn. Unter anderem gibt es nach dem Bürgermeisterempfang auf der Burg am Sonntag das große EKG-Biwak in der Stadthalle. „Wir sind mit 21 Gastgesellschaften restlos voll”, so Jopen. Einigen Gesellschaften habe die EKG sogar absagen müssen, weil es für sie weder Raum noch Zeit gab.

Mit Spannung erwartet die EKG auch den Auftakt des Straßenkarnevals am Altweiberdonnerstag. Dann wird um 11.11 Uhr das Alte Rathaus gestürmt, in dem sich der Bürgermeister und seine Vertrauten verschanzt haben. Vom Rathaussturm geht es nahtlos über in das Altweibertreiben mit Möhnenprämierung in der Stadthalle. Dort findet am Abend auch eine Altweiberdisco statt.

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