Erkelenz: Cusanus-Gymnasium stellt olympische Komödie auf die Beine

Erkelenz: Cusanus-Gymnasium stellt olympische Komödie auf die Beine

Um „Götter wie Du und Ich” geht es in der olympischen Komödie, mit der der Literaturkurs der Oberstufe des Cusanus-Gymnasiums die Theaterfreunde überraschen will.

Das Stück stammt aus der Feder von Berliner Gymnasiasten, die es 2007 im Rahmen eines Schulprojektes zusammen mit der Autorin Beate Haeckl entwickelten.

Bei den Proben wird schnell klar, dass die Sprache den jungen Schauspielern besser liegt als mancher andere Bühnenstoff. Wohl auch ein Grund dafür, dass sich die Schüler für das gesellschaftskritische Stück und gegen seine Mitbewerber „Raub der Sabinerinnen” von Franz und Paul Schönthan und „Außer Kontrolle” von Ray Cooney entschieden.

Unter der Leitung von Verena Stauch und Boris Mischnik sind die rund 60 Schüler seit September zugange, um das temporeiche und anspruchsvolle Stück auf die Bühne zu bringen. In den letzten Tagen liefen die Proben auf Hochtouren, denn am heutigen Donnerstag ist Premiere. Dabei kommt es vor allem auf das Timing der Dialoge an, die aus dem Tempo und zuschlagenden Wortwitz ihre Kraft ziehen.

Mischnik und Stauch behalten die Nerven, wenn es bei den Texten auf einmal hapert. Bei der Kostüm- und der Generalprobe darf es ruhig auch mal schiefgehen. „Das ist ein gutes Zeichen, denn bei den Aufführungen wird es dann umso besser klappen”, versicherte Stauch. Unterstützt werden die Schüler von Susanne Lenzen-Hoffmann, die sich um die Maske und Kostüme kümmert, sowie Ludger Bücken, der mit seinen Schülern für Bühne, Ton und Licht verantwortlich zeichnet.

Einige der zehn Rollen des Stückes mussten doppelt besetzt werden, weil zu viele Schauspieler dabei sind, wie Mischnik erzählte. So werden die beiden Obergötter des Olymps, Zeus und seine zickige Gattin Hera, jeweils von zwei Schülern verkörpert, die in den unterschiedlichen Aufführungen im Atrium zum Zuge kommen. Die Dialoge sind voller Wortspielen und Spitzen und gehen den Schülern gut von den Lippen.

Das Thema hat es in sich. Zu viel soll nicht verraten werden, doch es handelt von den Göttern des Olymps, die ein großes Comeback planen und sich dafür der Dienste einer Medienmogulin bedienen wollen. Ihr Ziel: eine eigene TV-Show, mit der sie die Menschen wieder für sich begeistern wollen. Das wäre einfacher, wenn die rekrutierte Dame nicht ein ausgesprochener Wallhalla-Fan wäre und somit ein ganz anders Team favorisiert.

Dazu kommt noch, dass sich die Götter untereinander nicht grün sind und gerne ihr eigenes Süppchen kochen. Dass aus einem solchen Stoff Stücke gemacht werden, die es in sich haben, ist klar. Wenn dazu noch die frische und unverbrauchte Spielfreude der Schüler kommt, kann man sich auf einen unterhaltsamen Abend am Rande des Olymps freuen.