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Corona-Lockerungen: Kritik am Ende der Maskenpflicht an Schulen hält an

Corona-Lockerungen : Kritik am Ende der Maskenpflicht an Schulen hält an

In NRW fällt die Maskenpflicht im Unterricht zum 2. April. Die Lehrergewerkschaft sieht damit den Präsenzunterricht bedroht. Auch die SPD-Opposition fordert mehr Vorsicht.

 Die Abschaffung der Maskenpflicht an Nordrhein-Westfalens Schulen zum 2. April ist nach Einschätzung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) „Pandemiepolitik im Blindflug, die niemandem hilft“. Die NRW-Vorsitzende Ayla Celik nannte die Entscheidung der Landesregierung am Montag unverständlich und falsch.

„Während die Inzidenzen durch die Decke gehen, werden Basis-Schutzmaßnahmen, nämlich die Maskenpflicht und die Tests in Schulen und Kitas, eingestellt. Und das, ohne andere Sicherheitsbausteine zu nutzen wie beispielsweise Luftfilter.“ Die Testpflicht für die Schulen endet am 8. April, aus den Tests in den Kitas zieht sich das Land bis nach Ostern ganz zurück.

Damit drohten demnächst noch höhere Infektionszahlen und noch mehr erkrankte Kinder, Jugendliche, Erzieher und Lehrkräfte, warnte Celik. „Wie dann Präsenzunterricht und Kita-Alltag verlässlich aufrechterhalten werden können, steht in den Sternen“ – zumal die Schulen mit der Aufnahme ukrainischer Kinder und Jugendlicher mit enormen Herausforderungen konfrontiert seien. Für die Geflüchteten forderte die GEW eine „dauerhafte Absicherung“ von Kita- und Schulbesuch. Es brauche mehr Personal, nun auch Übersetzer, mehr Geld, mehr Räume und eine Entlastungen der Pädagogen.

SPD-Partei- und Fraktionschef Thomas Kutschaty sagte dem Sender WDR 5: „Wer auf Nummer Vorsicht gehen will, der sollte auch weiterhin Tests in Schulen und Kitas anbieten.“ Niemand habe die Landesregierung „gezwungen, das Testen in Kitas und Schulen jetzt zu beenden“. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte am vergangenen Freitag mitgeteilt, dass die Maskenpflicht in den NRW-Schulen zum 2. April ende.

Das neue Bundesinfektionsschutzgesetz ermöglicht den Ländern auch nach dem 2. April weitergehende Beschränkungen wie die Maskenpflicht an Schulen für regionale Hotspots. Dafür ist aber zuvor ein Landtagsbeschluss nötig. Für den Fall, dass ganz NRW Anfang April Hotspot ist, stehe die SPD für einen Landtagsbeschluss zu Hotspot-Regelungen bereit, betonte Kutschaty. „Wir kommen jeden Tag gerne nach Düsseldorf, um diese Regelungen in Kraft zu setzen.“

Auch der Philologenverband hatte sich mit Blick auf die nach den Osterferien anstehenden wichtigen Prüfungen besorgt geäußert. Ein regulärer Ablauf der Abschluss- und Abiturarbeiten sei gefährdet.

(dpa)