Wassenberg-Orsbeck: Clubheim für 1. FC Wassenberg-Orsbeck

Wassenberg-Orsbeck: Clubheim für 1. FC Wassenberg-Orsbeck

Das Vereinsheim des 1. FC Wassenberg-Orsbeck nähert sich langsam, aber sicher seiner Fertigstellung. Der Bau steht, gefliest und gekachelt ist auch schon. Was noch fehlt, sind Decken, der Boden im Gemeinschaftsraum und die Innenausstattung wie Bänke in den Umkleiden oder die Küchenzeile.

10.000 bis 15.000 Euro fehlen zum Anschaffen dieser Dinge. Zum Jugendturnier in anderthalb Wochen sollen aber zumindest die Toiletten fertig sein.

Wenn alles steht, werden auch die umliegenden Turnhallen in Orsbeck oder Wassenberg wieder entlastet, deren Umkleiden und Duschen bislang genutzt werden mussten. Wann das ist, ist aber noch unklar. Der Verein muss seinen Teil am Vereinsheimbau in Eigenleistung erbringen, da kann es schon mal zu der einen oder anderen Verzögerung kommen - von unterschiedlichen Vorstellungen der beteiligten Parteien einmal ganz abgesehen. Ende 2012, so die vorsichtigen Prognosen, könnte das Vereinsheim fertig sein.

Rund 180.000 Euro kostet das Gesamtprojekt, 120.000 Euro hat die Stadt Wassenberg 2010 in ihren Haushalt für den Bau eingestellt. „Das wäre heute gar nicht mehr möglich”, sagt Gebäudemanager Manfred Sieg. 60.000 Euro sollten in Form von eigener Muskelkraft aus den Reihen der Vereinsmitglieder und Spenden kommen, aber da gibt es noch besagte Finanzierungslücke

Bislang gab es an dem Sportplatz in Orsbeck gar kein Vereinsheim. 1995 waren vier Container aufgestellt worden, die als Umkleiden genutzt wurden. 2009 brannten sie, eine Sanierung kam nicht in Frage. So beschloss der Rat der Stadt Wassenberg im Juli 2010, dass ein Mannschaftsheim gebaut werden soll. Baubeginn war im Februar 2011.

Der Bau macht zumindest von außen schon einiges her: Die große Terrasse kann auch mit dem Rollstuhl bequem erreicht werden, von hier hat man einen schönen Blick über die Sportanlage. Der Aufenthaltsraum ist großzügig bemessen, eine Theke wurde auch schon gemauert. Künftig soll hier noch ein Beamer montiert und eine Leinwand aufgehängt werden, damit Spiele geschaut werden können. Außerdem werden Vitrinen für Pokale aufgestellt. Die Decke erhält eine Schallisolierung, damit die Nachbarn nicht gestört werden. Über den Hintereingang können Getränke angeliefert werden. Gleich daneben befindet sich der Technikraum, der auch als Lager genutzt werden kann.

Über einen Flur geht es zu zwei Umkleiden, getrennten Duschen und Toiletten. Der Schiedsrichter hat einen eigenen Raum, und endlich gibt es auch eine praktikable Technik zur Steuerung der Flutlichtanlage: Man muss nicht mehr rauslaufen, um sie an- oder auszuschalten. Ebenfalls vorgesehen ist eine W-Lan-Anbindung ans Internet. Keine Spielerei, sondern Vorschrift, sagte Sieg.

Sieg erzählte bei der Begehung mit den Projektleitern Wolfgang Valicek und Ulli Pfister sowie der Sozialwartin Maria Pfister und dem Architekten Dirk Cordes, dass er die Pläne für das Heim auch dem Kölner Institut für Sportstättenbau vorgelegt habe. Das sei sehr angetan gewesen, meinte Sieg. Nur eines hätte das Institut bemängelt: die getrennten Duschen. Das hätte man sparen können. Die Projektleiter können da nur den Kopf schütteln: „Zwei gegnerische Mannschaften in einem Duschraum? Das geht gar nicht!”

Außerdem soll der Platz inklusive Heim auch von Schulen genutzt werden. Noch ein Grund mehr für getrennte Duschen.

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