Aachen: Chorbiennale: Voll besetzter Krönungssaal und viel Harmonie

Aachen: Chorbiennale: Voll besetzter Krönungssaal und viel Harmonie

So vielfältig sich die sieben vertretenen Chorgemeinschaften aus der Region auf dem „Abend der Städteregion“ im Rahmen der Chorbiennale im voll besetzten Krönungssaal präsentierten: Am Ende boten alle Sänger einschließlich des Publikums ein Bild geschlossener Harmonie, als man sich zum gemeinsamen Vortrag der „Europahymne“ zusammenfand und Beethovens „Götterfunken“ sprühen ließ.

Seit 2011 beteiligt sich die Städteregion mit einem beachtlichen Anteil an der Finanzierung der Biennale. Angesichts der Begeisterung, mit der an allen Ecken von Euskirchen bis Heinsberg gesungen wird, zahlt sich jeder Cent aus. Das bewiesen die durchweg vorzüglichen Leistungen der sieben Chöre, die denkbar viele Schattierungen des Chorwesens abdeckten.

Imposantes Bild: Insgesamt traten sieben Gesangesgemeinschaften beim "Abend der Städteregion" im Krönungssaal im Rahmen der Chorbiennale auf. Foto: Andreas Herrmann

Der „Männerchor Fortissimo Euregio“ unter Leitung von Ludwig Pitz erinnerte an die gute alte Tradition der Männerchöre und verband Gefühlvolles von Mendelssohn Bartholdy und Jean-Philipp Rameau mit einer pfiffig vertonten „Spijskaart“ von Carl Zöllner. Einen altersmäßig scharfen Kontrast dazu boten der „Junge Chor Alsdorf & Vokalensemble andersArt“ unter Leitung von Vera Kerkhoffs-Creutz, die mit ansteckender Spiellaune drei moderne Popsongs, darunter „Rolling in the Deep“ und „Traffic Lights“, zum Swingen brachten.

Die „SingPhonie Roetgen“ unter Manfred Lutter trat in quantitativ großer Besetzung an und erfreute das Publikum mit abwechslungsreichen Songs wie „Dana dana“, „The Seal Lullaby“ und „Villancico Mexicano“. Der von Eduardo Kwon geleitete Chor „Klangvoll“ aus dem Aachener Klangstudio „Stimmwerk“ ließ zusammen mit Rabbiner Max Mordechai Bohrer synagogale Gesänge erklingen und schloss seinen Vortrag mit einem geschickten Arrangement von Richard Strauss‘ sensiblem Gesang „Morgen“ ab.

Songs von Peter Gabriel, Sting und Brian May mit gospelhaftem Pep trug der Chor „Maranatha Monschau“ unter Leitung von Ralf Dederichs vor, bevor der „Vielharmonische Chor Roetgen“ mit sechs kurzen Gesängen von der Renaissance bis heute die hervorragende stimmbildende Arbeit seines Chorleiters Rolf Schmitz demonstrierte.

Einen virtuos-lockeren Abschluss bot der „Lovely Mr. Singing Club“ aus Aachen, bestehend aus vier Herren, die mit Witz und Können die Gesangskultur der „Comedian Harmonists“ auferstehen ließen. Begeisterter Beifall für alle Mitwirkenden.