Oberzier: CDU hat wieder Wirtz gewählt

Oberzier: CDU hat wieder Wirtz gewählt

Ein kraftvolles Signal der Geschlossenheit hat die Wahlkreisvertreterversammlung der CDU am Dienstag gesetzt, als sie Josef Wirtz mit 40 von 41 Stimmen (97,6 Prozent) zum Kandidaten der Union für den Landtagswahlkreis Düren I nominierte.

Die Vertreter von insgesamt zehn CDU-Ortsverbänden aus dem Nordwahlkreis waren erst am Freitag in der Gaststätte Müthrath in Oberzier gewählt worden, wo nun auch die Kandidatenaufstellung erfolgte, die der neue CDU-Kreisvorsitzender Thomas Rachel MdB leitete.

Nachdem die Vorarbeiten mit der Wahl von Mandatsprüfern, Stimmzählern von der Jungen Union und Vertrauenspersonen erledigt waren, wurde rasch klar, dass Josef Wirtz, der die CDU und den Wahlkreis bereits seit 2005 in Düsseldorf vertritt, einziger Vorschlag für die Kandidatur im Nordkreis ist.

Bei seiner kämpferischen Bewerbungsrede machte der 61-Jährige deutlich, dass die rot-grüne Minderheitsregierung im Land für Stillstand gesorgt habe, nur „die Schuldenuhr tickte unaufhaltsam in die falsche Richtung”. Die Regierung Kraft habe das Schuldenmachen zum Prinzip erklärt und 2011 mit einer Nettoneuverschuldung von 7,1 Milliarden Euro den höchsten Wert in der Geschichte des Bundeslandes erreicht - trotz sprudelnder Steuereinnahmen. Wirtz : „Die Schulden von heute sind die Steuern von morgen.”

Auch die Kinder habe die rot-grüne Minderheitsregierung in den letzten beiden Jahren sträflich vernachlässigt. So gebe es im laufenden Kindergartenjahr nur für 15 Prozent der unter Dreijährigen einen Betreuungsplatz, womit das gesetzliche Ziel, 2013 für jedes Dritte Kind einen U3-Platz bereitzustellen, deutlich verfehlt werde. Ein Grund dafür sei, so Wirtz, dass die gescheiterte Landesregierung „nicht fähig war, die hierfür verfügbaren Bundesmittel in Höhe von 38 Millionen Euro abzurufen”.

Gleiches gelte für den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs. Insgesamt habe die Landesregierung 2011 so über 300 Millionen Euro Bundes- und EU-Mittel verschenkt, wetterte Wirtz. „In unserem Wahlkreis sieht es im Rückblick auf die vergangenen beiden Jahren nicht viel besser aus”, konstatierte der Kandidat, der insbesondere kritisierte, dass diverse geplante Ortsumgehungen auf Eis gelegt worden sind. Die CDU wolle wieder „Politik machen für den ländlichen Raum”, sich selbst versteht Wirtz als „Bindeglied zwischen Landes- und Kommunalpolitik”. Das Ziel sei es, stärkste Partei in NRW zu werden.

„Ich brauche eure Hilfe”, rief Josef Wirtz nach der Nominierung seinen Parteifreunden zu, „für einen Wahlkampf, der diesen Namen verdient.” Er steht dafür nicht nur in den Startlöchern, sondern kann auch vorhandene Ressourcen nutzen: Vom Wahlkampf 2010 sind neben 30 Themenplakaten auch noch etliche T-Shirts übrig mit einem zeitlosen Aufdruck: „Wieder Wirtz wählen.”