Waldfeucht-Braunsrath: Bürgermeister geht mit mulmigem Gefühl in die Luft

Waldfeucht-Braunsrath: Bürgermeister geht mit mulmigem Gefühl in die Luft

„Müssen wir wirklich fliegen?”, lachte Waldfeuchts Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen am Airport Braunsrath. Fluglehrer Uli Peters hatte seine Maschine schon aus der Flugzeughalle befördert und startklar gemacht. „Im Rathaus haben sich schon mal alle von mir abschiedet”, vertrieb Schrammen ein wenig die Angst. „Ich habe ja gesagt und da muss ich nun durch”, so der Bürgermeister.

Katja Welter, Geschäftsführerin im Zweckverband „Der Selfkant”, hatte die touristische Idee mit Rundflügen über das Selfkantgebiet. „Wir haben hier auf dem Gelände des Zweckverbandes einen Airport, und warum sollte man diesen nicht nutzen?”, meinte die Geschäftsführerin und fand schnell Zustimmung für ihre Idee.

Ursprünglich war geplant, dass der Jungfernflug schon am 5. Dezember, dem Tag des Waldfeuchter Weihnachtsmarktes, stattfinden sollte. Aber das Wetter spielte nicht mit. Trotz Schnee war das Flugwetter jetzt jedoch bestens. Fluglehrer Peters hatte keine Bedenken. Gegen 14.05 Uhr ging Schrammen im wahrsten Sinne des Wortes in die Luft und konnte unter anderen seine Gemeinde aus der Vogelperspektive betrachten.

„Das Bauchkribbeln war schnell weg, trotz der Schneelandschaft bot sich bereits beim Start eine tolle Aussicht”, so Schrammen. Er sei aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen. „Der Wall in Waldfeucht sieht einfach klasse aus”, zeigte sich Schrammen nach sicherer Landung mehr als begeistert.

Er könne dieses neue touristische Highlight jedem nur empfehlen. „Es war ein Supererlebnis”, so Schrammen. Der Bürgermeister hat sich vorgenommen, diese „Tour” im Frühjahr oder Sommer erneut zu machen. „Bei diesem Winterwetter fehlte etwas die Weitsicht, aber es war, als blicke man auf eine große Modelleisenbahnlandschaft”, geriet Schrammen ins Schwärmen.

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