Kreis Heinsberg: Blau kommt bei der Polizei auch in Heinsberg zum Tragen

Kreis Heinsberg: Blau kommt bei der Polizei auch in Heinsberg zum Tragen

Aus Grün wird Blau bei der Polizeibehörde Heinsberg. Seit zwei Wochen hat auch zwischen Übach-Palenberg und Wegberg das alte Grün-Braun ausgedient - so, wie es in den Nachbarbehörden bereits seit rund zwei Jahren üblich ist.

Aachen war eine der ersten Behörden, deren Polizisten damals schon neu eingekleidet wurden. Aber auch die bei der Behörde in Heinsberg tätigen „Studenten” - so nennt Erster Polizeihauptkommissar Franz Heinrichs den Nachwuchs - wurden zeitlich vor ihren langjährigen Kollegen mit den neuen blauen Uniformen ausgestattet.

„Die neuen Uniformen kamen unerwartet früh, eigentlich waren sie erst für den Mai angekündigt”, sagte Heinrichs mit Blick auf den Zeitplan für die „Umrüstung”. Blau sei ohnehin in fast allen europäischen Ländern die Polizeifarbe und nun komme sie endlich auch im westlichsten Teil der Bundesrepublik zum Tragen.

An das hellblaue Hemd, die dunkelblaue Jacke und Hose werden sich die Menschen im Kreis schnell gewöhnt haben, ist sich Franz Heinrichs sicher. Das PBC, so die Abkürzung für das „Polizei- Bekleidungs-Center” in Lünen/Westfalen begann am 21. November 2011 mit der Anprobe für die 250 Polizeibeamten des Innen- und Außendienstes im Kreis Heinsberg. Ob drinnen oder draußen - da ist nicht alles „Jacke wie Hose”.Es gibt feine Unterschiede in Sachen Bekleidung.

Die Uniformen für die Streifenbeamten sind natürlich witterungsbeständiger, zudem ist das Hemd weiter geschnitten. Auch das hat seinen Grund: Unter dem Hemd muss eine schusssichere Weste Platz haben.

Für die Beamten, die schwerpunktmäßig Innendienst verrichten, reichen neben dem etwas körperbetonter geschnittenen Hemd feine Uniformjacken und -hosen aus bequemem Tuch. Auf der neuen, dunkelblauen Krawatte sind ganz dezent die NRW-Landesfarben aufgebracht.

Die Grundausstattung eines jeden Beamten besteht zudem aus einem weißen Hemd beziehungsweise einer weißen Bluse - für besondere Anlässe. Pullover und Unterziehrollis sind für Innen- und Außendienst gleich. Natürlich bekommen die Beamten eine entsprechende Stückzahl an Hemden und Hosen, schließlich muss die Uniform auch gewechselt werden können. Die Außendienstler verfügen in Zukunft über eine weiße Schirmmütze, während die Mützen der Innendienstler blau sind. Übrigens: Die Kommissare der Kripo gehen leer aus, denn ihnen wird keine Uniform zur Verfügung gestellt.

Bis zum 30. April soll der Uniformtausch abgeschlossen sein, dann wird sich das Bekleidungscenter die noch nicht ausgestatteten Polizeibehörden in NRW vornehmen. „Etwa alle sechs bis acht Wochen wird eine Behörde mit neuen Uniformen ausgestattet”, weiß Franz Heinrichs.

Alte Klamotten im Karton zurück

In der Kreispolizeibehörde Heinsberg gab es keinen festen Umkleidetag, die Kartons mit den neuen Uniformen wurden in den letzten Tagen von der Abteilung „ZA 1” (Zentrale Aufgaben) an die Dienststellen in Erkelenz, Geilenkirchen, Heinsberg und Hückelhoven geliefert. Gefüllt mit den alten Klamotten kommen die Kartons zum zentralen Sammelpunkt zurück.

Die neue Uniform wird landesweit gelobt. Trageversuche in verschiedenen Behörden hätten zur Erkenntnis geführt, dass die Uniformteile den Ansprüchen des Polizeidienstes entsprechen und einen guten Tragekomfort besitzen. Noch ein paar Tage werden die alte und die neue Uniform im Kreis parallel nebeneinander laufen, dann gehören die „Grünen” der Vergangenheit an.

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