Städteregion Aachen: Bistum Aachen sammelt in Solidaritätskollekte für Arbeitslose

Städteregion Aachen: Bistum Aachen sammelt in Solidaritätskollekte für Arbeitslose

Die Arbeitslosenzahlen sind im April auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren gesunken, und dennoch gibt es noch immer genug erwerbslose Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind - die die katholische Kirche bieten will.

Seit einigen Jahren sammelt das Bistum Aachen in einer Solidaritätskollekte Geld zur Unterstützung von Arbeitslosen und rückt dabei Projekte in den Mittelpunkt, die sich für Menschen ohne Arbeit engagieren. In der Städteregion besuchte Weihbischof Johannes Bündgens vor der Solidaritätskollekte in den Gottesdiensten am kommenden Samstag und Sonntag den Sozialen Dienst der Pfarre St. Lucia in Stolberg. „Die gesellschaftliche Schere geht immer weiter auseinander. Hier müssen wir Brücken bauen”, versprach Bündgens dem Projekt weiterhin die volle Unterstützung und bedankte sich stellvertretend bei Leiterin Petra von den Brincken für die wertvolle Arbeit.

Hans-Rolf Funken, Pfarrer in St. Lucia, betonte hingegen die Bedeutung des Projektes: „Der Soziale Dienst sorgt mit Herz und Engagement für die, für die sonst niemand sorgt. Auf der anderen Seite sorgen wir als Kirche dafür, dass diese Frauen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt bekommen. Das erfüllt mich mit Stolz.”

Stolz düfte das Bistum Aachen auch sein, wenn es das Ergebnis der Solidaritätskollekte von 2011 übertreffen könnte. Im vergangenen Jahr kamen fast 55.000 Euro zusammen. Insgesamt investiert das Bistum jährlich 810.000 Euro Kirchensteuermittel in die Arbeitslosenarbeit. Darüber hinaus entschied der Kirchensteuerrat erst Anfang April, den „Solidaritätsfonds für arbeitslose Menschen” um 500.000 Euro auf 1,34 Millionen Euro zu erhöhen. Das Geld soll den Trägern dabei helfen, Umstrukturierungen aufgrund gestrichener staatlicher Zuschüsse zu bewältigen.

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