Hückelhoven-Doveren: Bis Mitte Mai ein Zartes Meer aus blauen Blumen

Hückelhoven-Doveren: Bis Mitte Mai ein Zartes Meer aus blauen Blumen

Wenn es alleine auftritt, ist es eher unscheinbar. Sein Stiel ist schmal und lang, das Köpfchen kelchförmig und veilchenblau. Mit seinem filigranem Erscheinungsbild wirkt es ganz zart und zerbrechlich. Das seltene Gewächs steht unter Artenschutz und blüht bis Mitte Mai.

Verbreitet es sich aber zu Tausenden, entsteht ein beeindruckendes Bild - ein Meer aus Blumen. Den Wissenschaftlern ist es bekannt als Scilla non-scripta, im Volksmund wird es „Blaue Maiblume”, „Blaue Glockenblume”, „Waldhyazinthe”, „Böschhyazinthe” oder „Hasenglöckchen” genannt.

Besucher aus ganz Deutschland

Es ist eine botanische Seltenheit in Deutschland und steht unter Artenschutz, das heißt, es darf weder gepflügt noch ausgegraben werden.

Im „Wald der blauen Blumen” zwischen Doveren und Baal findet man diese florale Kostbarkeit über eine große Fläche verteilt.

Wenn die Sonne zwischen den Bäumen hindurch scheint, beginnt das Blumenmeer zu leuchten und für einen kleinen Augenblick ist die Welt perfekt. „Um dieses Naturschauspiel zu sehen, kommen die Leute sogar aus Rheinland-Pfalz, Bayern und Norddeutschland”, weiß Harald Helger vom Amt für Bau und Umwelt zu berichten.

Das Hasenglöckchen mag waldigen Boden, zu dem auch die Sonne durchdringen kann. „Man sieht richtig die Schneisen, an denen keine idealen Bedingungen für seine Verbreitung bestehen. Zum Beispiel hier, wo es mit Sträuchern konkurrieren muss.” Das Hasenglöckchen blüht jährlich von Mitte April bis Mitte oder sogar Ende Mai.

Seine genauen Standorte können bei Harald Helger von Montag bis Mittwoch unter 02433/82187 und donnerstags und freitags unter 02433/82232 erfragt werden.

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