Heinsberg-Kempen: Bewegung und Pausen sind gut für die Konzentration

Heinsberg-Kempen: Bewegung und Pausen sind gut für die Konzentration

„Konzentration” lautete das Thema eines Elternabends an der Kempener Grundschule. Und der Besuch von mehr als 60 Vätern und Müttern zeigte, dass dieses Phänomen bzw. die Probleme von Kindern damit nicht nur Schulleiterin Elvira Tholen und ihre Kollegen an der Schule beschäftigt, sondern auch die Eltern zu Hause.

Die Schulleiterin hatte unter dem Stichwort „gegoogelt”, wie sie zur Einführung erzählte, und war so auf die Internetseite von „Schubs” gelandet, dem Schulberatrungsservice des Diplom-Pädagogen Detlef Träbert aus Niederkassel, der zugleich Bundesvorsitzender von „Aktion Humane Schule” ist.

„Jetzt konzentrier dich mal! Wann haben Sie das Ihrem Kind zuletzt gesagt?”, stieg der Referent fragend in die Thematik ein. „Auf Kommando geht es aber nicht”, lieferte er die Antwort gleich dazu. Konzentration sei ein bisschen komplizierter, „und Sie werden überrascht sein, was alles damit zu tun hat.”

Die Ursachen für Störungen der Konzentrationsfähigkeit seien in der heutigen Gesellschaft vielfältig, erläuterte Träbert. Sie beruhten etwa auf äußeren Lebensumständen der Familie, zum Beispiel durch Umzug oder Scheidung, auf Erziehungsfehlern bei Kleinkindern, wenn etwa Eltern ihre Hektik auf sie übertragen würden. Hinzu kämen physiologische Rahmenbedingungen wie falsche Ernährung, Bewegungsmangel oder zu wenig Schlaf. Für die Schule seien vor allem ein gesundes Frühstück wichtig und Bewegung. „Pausen tun gut!”, lautet sein Credo.

Mehr von Aachener Zeitung