Kreis Heinsberg: Besuchsdienst der Caritas: Ehrenamtliche gewürdigt

Kreis Heinsberg: Besuchsdienst der Caritas: Ehrenamtliche gewürdigt

Tränen wurden vergossen. Und gleich darauf wurde wieder gelacht. Der Film „Ziemlich beste Freunde“, den rund 30 Ehrenamtliche vom Krankenhaus-Besuchsdienst der Caritas aus den Pfarrgemeinden der Region Gangelt, Heinsberg, Waldfeucht, Selfkant, Wassenberg und Hückelhoven als Dankeschön für ihr Engagement im Heinsberger Roxy-Kino sahen, beeindruckte alle zutiefst.

Nachdem der Film zu Ende war, musste sich jeder erst einmal ein wenig sammeln. Die Idee, den französischen Film anzuschauen, hatten Bärbel Windelen und Martina Zantis, Gemeindesozialarbeiterinnen des Caritasverbandes für die Region Heinsberg. Der tragikomische Film, der auf einer wahren Begebenheit beruht, erzählt von der Freundschaft zwischen dem vom Halswirbel abwärts gelähmten Philippe Pozzodi di Borgo und seinem Pfleger Driss. Dieser versteht es mit seiner unkonventionellen Art, dem wohlhabenden, aber isoliert lebenden Philippe neuen Lebensmut zu geben.

„Wir veranstalten jedes Jahr einen Dankeschön-Nachmittag für die Ehrenamtlichen mit einem anderen Thema“, erklärte Bärbel Windelen. Diesmal habe sie sich für den Film „Ziemlich beste Freunde“ entschieden, da er durchaus Parallelen zum Engagement der Ehrenamtlichen aufweise. Diese Parallelen sah auch Heinz-Gerd Schröders, Geschäftsführer des Städtischen Krankenhauses Heinsberg, der die Gruppe in der Krankenhaus-Cafeteria im Anschluss an den Film begrüßte.

„Zunächst möchte ich Ihnen allen danken für Ihre wichtige Tätigkeit, die Sie seit vielen Jahren ausüben“, sagte er. 1998 habe man sich zum ersten Mal in diesem Kreis getroffen. Seither würden viele ältere Patienten, die oftmals mehrere Wochen im Krankenhaus verbringen müssten und fest im Pfarrleben ihrer Gemeinde veran-kert seien, von den Ehrenamtlichen besucht. „Diese Patienten freuen sich, dass sie Besuch von Vertretern der Pfarre bekommen und so am Leben der Pfarre teilnehmen“, betonte Schröders.

Mancher Patient sei ein relativ fremder Mensch, dem man als Ehrenamtlicher einen Freundschaftsdienst erweise und ihm Lebensfreude schenke. „Hier ist der Bogen zum Film, der neben vielen Aspekten auch die Botschaft enthält, dass alle Menschen Freunde brauchen. Ohne das Elixier von Freun-den kann man nicht leben“, sagte Schröders.

Es war Bärbel Windelen, die nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen, zum Austausch über den Film einlud. Einhellig stellten die Ehrenamtlichen fest, dass beide Protagonisten sich gegenseitig brauchten und zwei Welten aufeinander prallten, die letztendlich doch zusammenpassten. Für sich nahmen sie mit, dass man seinem Gegenüber immer mit Respekt begegnen sollte, egal wie unterschiedlich man sei. Über die Krankheit sollte man nicht das Leben selbst vergessen. Denn Freude am Leben könne das Leben verlän-gern. Mit dieser Erkenntnis und einem gesprochenem Segen von Krankenhausseelsorger Wolfgang Sybrandi ging ein bewegender Nachmittag zu Ende.