Städteregion: Bestmöglicher Schutz für die Ehrenamtler

Städteregion: Bestmöglicher Schutz für die Ehrenamtler

Auf Anregung von Städteregionsrat Helmut Etschenberg, lud die Städteregion jetzt Feuerwehrleute und Rettungskräfte aus der Region zum Informationsabend „Versicherungsschutz im Ehrenamt“ in den Mediensaal des Hauses der Städteregion ein.

Gemeinsam mit Vertretern der Unfallkasse NRW wurde lebhaft diskutiert. Ein Ziel, das wurde an dem Abend deutlich, ist die engere Kooperation von Versicherungen und Feuerwehren.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg stellte eines sofort klar: „Ich mache das hier aus innerster Überzeugung.“ Denn er wisse aus eigener Erfahrung, wie freiwillige Feuerwehrleute immer wieder ihr Leben riskierten. Dass sie dabei umfassend versichert seien, so Etschenberg, sei ihm eine persönliche Herzensangelegenheit. Als stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Unfallkasse NRW wisse er, dass die freiwilligen Feuerwehren nicht bloß Vereine seien, sondern etwas „ganz Besonderes und Wichtiges“.

Ähnlich sah das Theo Steinröx, Ehrenamtsbeauftragter der Städteregion Aachen: „Ohne Ehrenamt läuft bei der Feuerwehr gar nichts.“ Darum sollen die freiwilligen Feuerwehren auch mehr in das öffentliche Licht geraten. „Die Menschen sollen wissen“, so Steinröx „dass es andere gibt, die ihr Leben für sie riskieren. Da kann auch schon mal etwas schiefgehen. Deshalb sollten die Freiwilligen bei der Feuerwehr umfassend abgesichert sein.“

Wie genau diese Absicherung aussieht, welche Leistungen sie abdeckt und wie sie bei Unfallprävention, Rehabilitation und Entschädigung helfen kann, das erklärten Dr. Monika Broy, UK-Regionaldirektorin Rheinland, und Johannes Plönes, stellvertretender Geschäftsführer der Unfallkasse NRW. Wie komplex die Strukturen des Ehrenamtes in Deutschland sind, vor allem bei den freiwilligen Feuerwehren mit ihren Jugendgruppen, Ehrenabteilungen und Musikzügen, stellte Plönes heraus: „Die Feuerwehr ist mehr als bloß Retten — Löschen — Bergen — Schützen. Sie ist ein demografisches Abbild der Gesellschaft“.

Der Unfallschutz ist daher auch zentral gesetzlich geregelt. Gerade diese gesetzliche Grundlage hat sich in der Vergangenheit jedoch immer wieder einmal verändert — zuletzt vor allem im Sinne der Ehrenamtlichen.

Bei rund 400 freiwilligen Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen sieht Plönes auch die Kommunen in der Pflicht: „Die Kommunen müssen aktiv werden und den Ehrenamtlern bestmöglichen Versicherungsschutz gewähren.“ Auch wollte Johannes Plönes den Feuerwehrleuten den Erwartungsdruck an ihre Tätigkeiten nehmen. „Sie dürfen Fehler machen, Sie dürfen sich irren. Feuerwehrleute, die auch um ihre eigene Sicherheit besorgt sind, müssen sich im Falle eines Unfalls keine Sorgen machen“, beruhigte Plönes.

So mancher der anwesenden Feuerwehrleute konnte von unbefriedigend oder fehlerhaft abgewickelten Unfällen seiner Kameraden berichten. Wie genau die Versorgung im Ernstfall aussieht und welche Leistungen sie umfasst, erklärte Regionaldirektorin Dr. Monika Broy. Denn von der Vor-Ort-Beratung zum sicheren Aufbau der Feuerwehrwache, über Fortbildungsangebote, bis hin zu Prämiensystemen, Rehabilitationshilfe und Wiedereingliederungszuschüssen für den Arbeitgeber eines verletzten freiwilligen Feuerwehrmannes habe die Unfallkasse NRW alles im Angebot, um das Ehrenamt in Nordrhein-Westfalen ausreichend abzusichern.

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