Heinsberg: Beim Abriss der Schuppen alten Gewölbekeller entdeckt

Heinsberg: Beim Abriss der Schuppen alten Gewölbekeller entdeckt

Wenn in mittelalterlichen Gebäuden einmal so richtig aufgeräumt wird, oder gar eine Komplettsanierung nebst Umbau anstehen, dann führt dies nicht selten Überraschendes zu Tage.

So geschah es auch am denkmalgeschützten Haus Lennartz. In dem zum baulichen Ensemble Kreismuseum und Propstei gehörenden Gebäude wurde nach der Durchführung erforderlicher Abbrucharbeiten und der Dokumentation der mittelalterlichen Bausubstanz jetzt mit den umfangreichen Rohbau- und Sanierungsarbeiten begonnen. Am Ende der gesamten Baumaßnahme soll im Frühjahr 2011 ein weiteres Kleinod vor allem für kulturelle Ereignisse entstehen.

Hatte Bürgermeister Josef Offergeld die Kosten der Maßnahme noch im Dezember 2008 mit 263.0000 Euro angegeben, von denen bereits 844.000 Euro durch die Bezirksregierung Köln übernommen worden waren, so liegen die Gesamtkosten heute bei 3,089.000 Euro. Die „Kostenexplosion” sei jedoch keineswegs in einer Fehleinschätzung oder plötzlich aufgetretenen baulichen Problemen begründet, erläutert Erster Beigeordneter Wolfgang Dieder.

„Bei den Abbrucharbeiten der Schuppen im Innenhof des Hauses ist vielmehr ein kleiner Gewölbekeller entdeckt worden, zu dem eine alte Treppe führte.” Auch eine historische Stützmauer des Burgberges trat so ans Tageslicht. Beides solle natürlich unter Denkmalschutzgesichtspunkten erhalten und in den restlichen Gebäudekomplex an der Hochstraße mit eingebunden werden.

Da trifft es sich gut, dass den Heinsbergern jetzt ein weiterer Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung über 1,3 Millionen Euro auf den Tisch flatterte. Die förderfähigen Kosten betrügen 3,021.445 Euro, erklärt Dieder. „Das Land NRW gewährt einen 80-prozentigen Zuschuss über 2,417.156 Euro.”

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