Heinsberg-Baumen: Baumen: 9 Häuser, 21 Einwohner und jetzt wieder eine Kapelle

Heinsberg-Baumen: Baumen: 9 Häuser, 21 Einwohner und jetzt wieder eine Kapelle

Der kleine Heinsberger Ortsteil Baumen hat neun Häuser, 21 Einwohner, eine eigene Ortstafel und jetzt auch wieder eine eigene Kapelle.

Im Rahmen des Sommernachtsfestes der St. Antonius-Schützenbruderschaft Uetterath soll sie am Samstag, 17. Juli, um 18.30 Uhr im Rahmen einer heiligen Messe an der Kapelle eingesegnet werden.

Schon früher einmal gab es in dem kleinen Ort eine Kapelle. Sie wurde jedoch im Zweiten Weltkrieg zerstört. Was blieb, war eine Figur der heiligen Cäcilia aus dem 18. Jahrhundert, die im Heinsberger Heimatmuseum eine neue Bleibe fand. 1983 errichteten die Baumener ein neues Wegekreuz mit Altar, trugen sich aber auch weiter mit dem Gedanken, die Kapelle wieder aufzubauen.

Mathilde Schultes setzte ihn jetzt in die Tat um, nachdem sie aufgrund der Erkrankung eines Familienmitglieds immer wieder Kapellen in der Region aufgesucht und hier für sich Hilfe erfahren habe, wie sie berichtet.

Sie plante die Kapelle, motivierte die Mitglieder ihrer eigenen Familie und schließlich auch die Baumener, die begeistert mit anpackten, nachdem die ersten Spatenstiche erfolgt waren. Zuvor hatte die Stadt das Grundstück zur Verfügung gestellt. Der ehemalige Ortsvorsteher Heinz Franken und sein Nachfolger Alexander Schmitz, der auch die Statik übernahm, bestärkten die Baumener in ihrem Tun, ebenso Schützenpräsident Peter Biermanns.

Ralf Broeckmann spendierte Baumaterial, Willi Brudermanns den Beton. Heinz Horn, Josef Schlebusch, Anton, Franz-Josef und Michael Schultes sowie Martin Ziegler engagierten sich bei den Bauarbeiten. Wilfried Jentgens deckte das Dach, Josef und Patrick Knops verputzen die Wände. Heinz Hutmacher kümmerte sich um die Fliesenarbeiten und Heinz-Willi Breuer fertigte und montierte das Eingangstor.

Die alte Cäcilienfigur habe nicht in die „Gnadenkapelle” zurückkehren können, bedauert Mathilde Schultes. Dafür steht in dem kleinen Gotteshaus jetzt eine Marienfigur, als Schenkung einer Bewohnerin des Marien-Wallfahrtsorts Ophoven.

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