Hückelhoven-Ratheim: Baufachberater sind sehr gefragt

Hückelhoven-Ratheim: Baufachberater sind sehr gefragt

Die Hückelhovener Hilfskräfte des Technischen Hilfswerks (THW) sind in diesen Tagen von der Einsatzstelle des Kölner Stadtarchivs zurückgekehrt. Somit waren die Spezialisten des Ortsvereins Hückelhoven von Beginn an bis zur Bergung der beiden Verschütteten am Einsatzgeschehen des verheerenden Unglücks beteiligt.

Neben der aktiven Abstützung und Sicherung von verschiedenen Gebäuden im Umfeld des eingestürzten Archivs bestand die Arbeit der Hückelhovener Helfer vor allem darin, die Einsatzstelle auf für Rettungskräfte gefährliche Gebäudebewegungen zu überwachen und die leitenden Einsatzkräfte wie auch die Bauordnungsbehörden bei der Beurteilung der Gebäudeschäden in Bezug auf die Rettungs- und Bergungsarbeiten zu beraten.

Dazu wird vom THW modernste Vermessungstechnik und entsprechend geschultes Personal eingesetzt. Die speziell auf solche Situationen ausgebildeten Baufachberater des THW kommen immer dann zum Einsatz wenn es darum geht, ein möglicherweise instabil gewordenes Bauwerk zu begutachten um das weitere Rettungsgeschehen zu planen und abzustimmen.

„Anhand des Aufgabenbereiches des Baufachberaters sieht man deutlich, wie sich die Aufgaben des THW in den letzten Jahren gewandelt haben”,erläutert Frank Blockhaus, Baufachberater beim THW Hückelhoven. Fachliche Qualifikation auf anspruchsvoller Ebene und entsprechende Ausstattung sind deutlich in den Vordergrund der ehrenamtlichen Hilfsorganisation getreten.

„Gerade im Bereich der Bauschadenbeurteilung im Zusammenhang mit der Tätigkeit von Einsatzkräften”, so Blockhaus, „sind wir immer noch im Aufbau begriffen, es fehlt hier an qualifizierten Fachkräften aus dem Baubereich, die wir weiterbilden könnten.”

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