Kreis Heinsberg: Bauern üben Kritik an EU-Kommission

Kreis Heinsberg: Bauern üben Kritik an EU-Kommission

Mit Blick auf das Sondertreffen der EU-Landwirtschaftsminister am kommenden Montag in Brüssel hat Bernhard Conzen, der Vorsitzende der Kreisbauernschaft Heinsberg, zum wiederholten Male die Untätigkeit der EU-Kommission kritisiert.

Bernhard Conzen: „Die bisherigen Überlegungen aus Brüssel sind völlig unzureichend. Und vor allem: Sie bieten keine schnelle Hilfe, um unseren Milchbauern aus der derzeitigen Marktkrise herauszuhelfen”.

Conzen weiter: „Statt die Verantwortung auf die einzelnen Mitgliedstaaten abzuschieben, muss in einem immer stärker globalisierten Markt endlich EU-weit reagiert werden. Es reicht einfach nicht, die Milcherzeuger auf langwierige nationale Maßnahmen zu vertrösten, wenn es hier und jetzt auf den Betrieben brennt.

Was wir brauchen, sind schnell wirksame Signale aus Brüssel zur Marktbelebung, vor allem eine sofortige Anhebung der Interventionspreise und eine Ankurbelung des Exports.” Es sei unerhört, dass EU-Kommission und Ratspräsidentschaft bislang stur derartige Maßnahmen ablehnten und die Milcherzeuger in ihrer katastrophalen Situation alleine ließen. Brüssel verschließe damit weiterhin die Augen vor den Existenz-Sorgen der Milchbauern.

„An der Verweigerungshaltung auf EU-Ebene bricht sich die Unzufriedenheit vieler Milcherzeuger. Das Sondertreffen der EU-Landwirtschaftsminister bietet nochmals die Gelegenheit, das Ruder herumzureißen - der Schlüssel liegt bei der EU-Kommission in Brüssel”, so Conzen.

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