„Leergut“ aus Höngen: Band mit eigenem Sound und neuer CD

„Leergut“ aus Höngen : Band mit eigenem Sound und neuer CD

Rock aus der Heimat entsteht in Höngen in einem alten Schweinestall, wo die Musiker sogar von leeren Flaschen inspiriert werden. Jetzt haben sie etwas Neues kreiert.

Ruhig geworden ist es um die Bands in der Region während der Corona-Pandemie. Auftritte waren kaum möglich, doch geprobt wurde weiter, auch ohne Publikum. Beachtenswerte Ausnahmequalitäten zeigt in diesem Rahmen eine Gruppe von fünf Musikern, die sich „Leergut“ nennt und einen Schweinestall auf einem ehemaligen Gehöft in Höngen als ihren Probenraum auserkoren hat. Sie produziert nämlich ausschließlich eigenes Leergut oder besser gesagt Liedgut.

Innen im Stall sieht es genau so aus, wie man sich das Domizil einer Band vorstellt: Eierkartons ziehen sich als Schallschutz an Wänden und Decke entlang, darunter ist alles vollgestellt mit Technik, kilometerlang durch Kabel verbunden. Einmal in der Woche komponieren, texten und musizieren hier Andreas Maassen und Henning „Schelle“ Schellartz mit der E-Gitarre sowie Jörg „Dahlmo“ Dahlmanns mit Bass und Gesang als die Ur-Leergüter, die schon vor gut zehn Jahren entstanden.

Im Herbst 2016 kam Dominik „Domo“ Bremer als Schlagzeuger hinzu. Seit Januar 2017 komplettiert Thomas Back mit Keyboard und Gesang die vorher mehr gitarrenlastige Band. Noch gut kann sich Dahlmanns daran erinnern, wie der Bandname entstand, der zu Beginn mehr Kopfzerbrechen verursachte als so mancher Songtitel. Als er eines der ehemaligen Bandmitglieder gebeten habe, das Leergut aus dem Probenraum zu entsorgen, war der Name da – so einfach kann es sein.

Alte Leergut-Songs wurden in der aktuellen Besetzung inzwischen neu interpretiert, neue Songs geschaffen, meist aus Text-, manchmal aber auch aus musikalischen Ideen heraus. Gerade frisch gepresst ist nun sogar die erste CD dieser neuen Leergut-Kombination. 13 eigene Titel haben die Musiker und ihre Techniker darauf gebrannt. „70 Minuten Rock aus der Heimat“, erklären sie stolz.

So kurz wie der CD-Titel „mehr!“ und die weiteren zwölf Headlines, so deutlich sind die Worte, die von der Band in einfacher Sprache aneinandergereiht werden. Themen sind auch hier die Liebe und Krisen, die in derselben immer mal wieder auftauchen. Besungen wird der Sauberkeitsfimmel der Lieben zu Hause ebenso wie die empfundene Stimmung am Meer oder ganz einfach das Wort „mehr!“. Nicht zuletzt hat die Band auch ihrem weiblichen Fan, dem „Boxenluder“, einen Song gewidmet. „Keine Lust“ gibt´s dazwischen und „Egal“ sowieso.

Wer in die Texte reinhören oder eine CD besitzen will, für den gibt´s mehr auf der Internetseite der Band, leergut.rocks. Live auf der Bühne zu sehen ist die Band wieder am 30. Juli bei der Poolparty der Pooljonges in Heinsberg-Scheifendahl.