Baesweiler: Baesweilers Willi streckt im Nu die Waffen

Baesweiler: Baesweilers Willi streckt im Nu die Waffen

Au weia, Willi, da machste nix! Bloß ein paar Minütchen, dann erlebt Baesweilers Stadtchef sein erstes jeckes Waterloo an diesem Tag. Nicht nur der Donner aus den Konfettikanonen der Ehrengarde und der Narrenzunft setzt Linkens und seiner Verwaltungsmannschaft auf den Zinnen des Rathauses zu.

Er ist obendrein ganz schön erkältet, der arme Kerl. Auch deshalb lässt er am Donnerstag die mit Macht herandrängenden Jecken nicht lang im Schneegestöber vor dem zur Festung umdekorierten Rathaus stehen.

„Wenn wir jetzt alle zusammen eins trinken, dürft ihr rein”, sagt er nach knappem Gefecht, in dem sich die Schneeflocken und das Konfetti munter mischen. Und es sind etliche, die trotz des wenig narrenfreundlichen Wetters zum Sturm ansetzen. Darunter eher zartfühlende Gemüter, die sich und ihre Kostüme mit Plastikfolien schützen, und Hartgesottene im Tiroler-Outfit, die selbst bei Minusgraden viel Bein zeigen. Sie alle dürfen mit der Verwaltung tierisch feiern - denn die präsentiert sich in puncto Kostümen als großer Zoo.

Nach der ersten Niederlage steckt Willi auch in Setterich eine Schlappe ein. Dort trotzen zwar nur wenige Jecken der Kälte vor dem Rathaus, doch ist Marktprinzessin Esma I. zur Stelle und nimmt Linkens gleich mal den Stadtschlüssel weg. Frauen fackeln am Altweibertag halt nicht lange. Der Bürgermeister nimmts gelassen - und feiert einfach mit. Und das tun die Jecken in Baesweiler am Donnerstag fröhlich und vielerorts.

Ob im Festzelt Am Feuerwehrturm oder in der Bürgerhalle in Beggendorf. Dort lässt es sich prima schunkeln. Ist ja schließlich lecker warm da, und der Schnee bleibt draußen...

Mehr von Aachener Zeitung