Kunst auf einer Bruchstelle: Ausstellung in der Alten Kirche Körrenzig

Kunst auf einer Bruchstelle : Ausstellung in der Alten Kirche Körrenzig

Am Freitag eröffnet eine Kunstausstellung in der Alten Kirche in Körrenzig. Tanja Webbers und Margot Keila wollen Grenzerfahrungen erlebbar machen.

Die erfolgreiche Reihe von Kunstausstellungen in der Alten Kirche in Körrenzig geht jetzt weiter. Die Künstlerinnen Tanja Webbers aus den Niederlanden und Margot Keila aus Deutschland stellen ihre Ausführungen zum Thema „Grenzenlos“ nicht von ungefähr im Grenzort Körrenzig an der Nahtstelle zwischen den Kreisen Düren und Heinsberg vor. In Körrenzig grenzen zwei der größten Schollen der Niederrheinischen Bucht, (Rur- und Erftscholle) aneinander.

Die beiden Künstlerinnen versuchen, Grenzerfahrungen mit künstlerischen Mitteln erlebbar zu machen. Margot Keila sieht die Faszination in der Malerei darin, das weite Feld der künstlerischen Gestaltung auszuloten und zu erkunden, Grenzen zu verschieben. Für sie ist die „Malerei bewusstes Ausleben eines Lebensgefühls, eine große Freude, ein besonderes Erlebnis oder eine besondere Stimmung. Sie sucht Spannungsfelder zwischen Fantasie und Realität oder zwischen Ordnung und Unordnung für ihre malerischen Prozesse.

Die in Köln geborene und heute in Wesseling lebende und arbeitende Künstlerin Margot Keila erhielt ihre künstlerischen Wurzeln in der Familie, die schon früh ihr großes Interesse an der Malerei wie auch an Arbeiten mit Glas und Ton prägte. Nach ihrem beruflichen Leben konzentriert sie sich ganz auf die Malerei und schafft sich durch kontinuierliche Weiterentwicklung einen festen Namen in der Malerei, den sie durch kontinuierliche Teilnahme an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen unterstreicht. Die großformatigen Bilder von Margot Keila übersteigen Grenzen.

Auch wenn das Material ein anderes ist, so ist es der niederländischen Künstlerin Tanja Webbers gelungen, mit ihrem zum Teil großformatigen Bronzeskulpturen Fantasien zu wecken und Ahnungen zu suggerieren, was sich hinter dem ‚hohen Berg‘ der Betrachterin und dem Betrachter persönlich eröffnet.

Den Besuchern ihrer Ausstellungen ruft sie zu „Bauen Sie mit am ewigen Zirkus der Fantasie.“ Sie sagt: „Ich mache Bilder, die meine Gedanken, meine Träume darstellen. Ich bilde eine Welt voller Zeichen und Symbole, Sehnsüchte und Geheimnisse.“ Tanja Webbers erzählt ihre Traumgeschichten in figurativen Arbeiten in Bronze, Stein, Eisen und Holz mit verspielten surrealistischen Elementen. ‚Jagd‘ ist die Bronzeskulptur einer Jagdszene betitelt, bei der ein Vogel mit einer Lanze bewaffnet wie ein Reiter auf dem Rücken eines Fisches thront.

Die Heimat von Tanja Webbers ist das niederländische Limburg, wo sie auch ihre künstlerische Ausbildung an der Hochschule in Sittard/Maastricht erhielt. Seit mehr als 20 Jahren betreibt sie ihr Atelier und ihre eigene Galerie „In t’ Vergulde Hirt“. Heute lebt und arbeitet sie in Heythuysen/Nl, nahe bei Roermond, genießt die Natur und ihren Garten.

Am Freitag, 24. September, öffnet die Ausstellung um 19 Uhr mit einer Vernissage ihre Tore. An den beiden folgenden Wochenenden, 25./26. September sowie 2./§. Oktober können die Werke samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis18 Uhr im lichterfüllten Kirchenraum der Alten Kirche Körrenzig betrachtet werden. Bei Ausstellung und Vernissage werden die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen angewendet.