Kreis Heinsberg: Ausgestellte Bilder führen in eine geheimnisvolle Welt

Kreis Heinsberg: Ausgestellte Bilder führen in eine geheimnisvolle Welt

Unter dem Titel „Urbar“ zeigt der Kunstverein ­Region Heinsberg in einer Aus­stellung ab kommenden Sonntag, 27. Oktober, Werke (Malerei / Zeichnung) von Peter Nikolaus Heikenwälder. Der Künstler lebt und arbeitet in Hamburg.

Peter Nikolaus Heikenwälder, 1972 in Hamburg geboren, absolvierte sein Studium an der Hochschule für bildende Künste Braunschweig bei Professor Friedemann von Stockhausen und bei Professor Klaus Stümpel.

Die perfekt gemalten, ungegenständlichen Bilder von Peter Nikolaus Heikenwälder führen den Betrachter in eine geheimnisvolle Welt. Aus nachtschwarzem Grund treten unterschiedlich geformte Figuren hervor und scheinen in einem imaginären Raum zu schweben.

Das Formenrepertoire besteht aus weichen organischen Formen wie auch aus stereometrisch konstruierten Elementen. Der Betrachter ist versucht, Bekanntes in den Formen zu entdecken, da einiges an pflanzliche oder tierische Organismen erinnert, denen dann wieder flächige oder räumliche Grundformen wie Dreiecke, Rechtecke, Zylinder und Quader gegenübergestellt worden sind. Ein differenziertes Farbenspiel ordnet die Stellung der Formen im Raum.

Aus der Tiefe der schwarzen Fläche schweben transparente Elemente, kaum vom Grund gelöst, auf die weiter vorne erscheinenden, mit deckender Farbe aufgetragenen Formen zu. Manche dieser Formen überschneiden sich und erhöhen die räumliche Wirkung. Kräftig reine Farben kontrastieren mit diffus transparenten Tönen und steigern die Tiefe des imaginären Raumes.

Leichte Kippungen der Bildelemente lassen stellenweise die Formen im Raum taumeln, Farbverläufe und Verwischungen der Farben unterstreichen die Bewegung.

Unterschiedliche Wirkung

In den verschiedenen Arbeiten des Künstlers hat die Komposition eine unterschiedliche Wirkung, die nicht nur durch die eingesetzten Bildelemente hervorgerufen wird, sondern auch durch den sparsamen Einsatz der Figuren und ihre Zuordnung auf der Bildfläche.

Da dominiert der undurchdringliche, schwarze Grund, aus dem die Linien und Formen geheimnisvoll aufsteigen und auf den Betrachter zuzufliegen scheinen. Dabei entpuppt sich manche gewagte Komposition, in der sich die Formen weitgehend am Rande der Bildfläche konzentrieren, als besonders spannungsreich, ohne das Gleichgewicht zu stören, da kleinere Elemente an gegenüberliegenden Seiten das Auge des Betrachters über die Bildfläche zurückgleiten lassen.

Nicht nur unter dem Gesichtspunkt der eingesetzten gestalterischen Mittel nähert sich der Betrachter der Wirkung der Bilder an, sondern starke emotionale Einflüsse, die assoziativ erzeugt werden, ziehen in eine surreale Welt hinein. Diesen Assoziationen sind keine Grenzen gesetzt — mögen es Bilder sein, die aus einer kosmischen Welt entsprungen sind, oder aus dem Formenrepertoire der universellen „Ursuppe“, aus der alle Materie entstanden ist.