Kreis Heinsberg: Ausbildung des Roten Kreuzes: „Sorge um den unverletzten Menschen“

Kreis Heinsberg: Ausbildung des Roten Kreuzes: „Sorge um den unverletzten Menschen“

Die gute Zusammenarbeit des Heinsberger Kreisverbands des Deutschen Roten Kreuzes mit dem DRK-Landesverband Nordrhein macht es möglich, Rotkreuzhelfer im Modul „Betreuungsdienst“ auszubilden.

Darauf wies Ehrenamtskoordinator Hardy Hausmann während der zweitägigen Helfer-Grundausbildung in diesem Bereich im DRK-Zentrum in Heinsberg-Kirchhoven hin. So erlangten neben den 19 erfolgreichen ehrenamtlichen Teilnehmern zudem die Ausbilder-Anwärterinnen Kelly Ketz und Rebecca Quattelbaum ihre Qualifikation.

Die soziale Betreuung und Versorgung von Betroffenen bei Schadenslagen wie Hochwasser oder Bombenentschärfung sowie bei der Unterbringung von Flüchtlingen standen im Mittelpunkt dieses Lehrgangs. „Es ist die Sorge um den unverletzten Menschen“, beschrieb der Landesfachdienst-Beauftragte für Betreuungsdienst, Jens Pesch, die Tätigkeit.

Insgesamt 29 Kreisverbände mit 18.000 Ehrenamtlichen sind dem Landesverband Nordrhein angeschlossen. „Es ist dabei wichtig, sich der Grundbedürfnisse der Personen bewusst zu werden und sie entsprechend mit Kleidung, Verpflegung und zu späterer Zeit mit Beschäftigung zufriedenzustellen.“ Die soziale Betreuung und das Eingehen auf individuelle körperliche Voraussetzungen wie Nutzung von Rollator oder Gehstock sowie fehlende Sprachkenntnisse seien dabei gefragt.

So erlernten die Absolventen neben theoretischen Inhalten wie Psychosoziale Unterstützung und Strukturen von Unterbringungsarten anhand von praktischen Einheiten den Aufbau von Betreuungsstellen und Ausgabestellen für Verpflegung sowie die Transportbegleitung. Und sie erprobten in Kleingruppen etwa den Umgang mit Rollstuhlfahrern.

Im Betreuungsanhänger lagen Utensilien für die Versorgung von 200 Personen bereit: Verpflegung mit Dosensuppe inklusive Geschirr und Gaskocher sowie Hygieneartikel, Tragen, Decken und ­Regencapes.

Den Aufbau einer Unterkunft beispielsweise werden die Helfer in der auf die Grundausbildung aufbauenden Fachdienstausbildung erlernen. „Jeder, der im Katastrophenschutz mitmachen möchte, durchläuft die Helfer-Grundausbildung“, erklärten Hausmann, Pesch und stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter Thomas Geisler.

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