Städteregion: Ausbau des Wegeleitsystems: Barrierefrei durchs Wurmtal

Städteregion: Ausbau des Wegeleitsystems: Barrierefrei durchs Wurmtal

Die Städteregion erhält vom Land eine Förderung in Höhe von 334.000 Euro aus dem Landesprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier 2017“ für den barrierefreien Ausbau des Wegeleitsystems im Wurm- und Broichbachtal.

Das nordrhein-westfälische Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung hat einen entsprechenden Antrag des städteregionalen Inklusionsamtes genehmigt.

„Das neue Leitsystem ist ein selbsterklärendes Beschilderungssystem. Es ist für jedermann geeignet, besonders aber für Kinder, Menschen mit kognitiven Einschränkungen und Analphabeten“, erklärt Amtsleiterin Bettina Herlitzius, die sich über die Unterstützung freut. „Ich bin sehr stolz darauf, dass wir mit diesem interkommunalen Projekt der Städte Alsdorf, Herzogenrath und Würselen der einzige ‚Kreis‘ sind, der in diesem Förderprogramm berücksichtigt wird. Das spricht für unseren Antrag und zeigt, dass wir in Richtung inklusiver Freizeitgestaltung wortwörtlich auf dem richtigen Weg sind.“

Das neue Wegeleitsystem soll grundsätzlich allen Menschen zugutekommen. Es unterstützt vor allem diejenigen, deren Mobilität eingeschränkt ist, aber auch Menschen, die neu zugezogen sind oder die nicht die deutsche Sprache sprechen.

Das geplante Knotenpunktsystem bildet eine Basisausschilderung analog zum Radwegeknotenpunktnetz der Städteregion. Außerdem wird es an die Wandernetze der Stadt Aachen und der Provinz Südlimburg anschließen. Perspektivisch ist eine Weiterentwicklung entlang der Wurm nach Norden bis in den Kreis Heinsberg geplant.

Zusätzlich entstehen verschiedene Möglichkeiten, rollstuhlgerechte „Wanderungen“ entlang des Broichbachs zwischen Herzogenrath und Alsdorf durchzuführen. Diese Rundwege werden auch mit einem Blindenleitsystem versehen.