Wegberg-Harbeck: Anreise wird für den Abbé zum Abenteuer

Wegberg-Harbeck: Anreise wird für den Abbé zum Abenteuer

Bereits die Anreise aus seiner afrikanischen Heimat Burundi nach Wegberg war für George Rukundo ein Abenteuer. Insgesamt 36 Stunden war Abbé George, der von 1999 bis 2007 als katholischer Geistlicher in der Gemeinschaft der Gemeinden Wegberg in verschiedenen Pfarreien wirkte, infolge der winterlichen Verhältnisse unterwegs, bis er endlich bei seinem Gastgeber Heinz-Werner Lennartz in Harbeck anlangte.

Danach aber war die Freude groß bei der Familie Lennartz, bei denen der Priester nun zum zweiten Mal zu Gast ist.

Nachdem Abbé George vor seiner Rückkehr von Wegberg nach Burundi 2007 verkündet hatte, in seiner Heimat eine Krankenstation errichten zu wollen, bildete sich spontan ein Freundeskreis, der einen Förderverein Abbé George für die geplanten Objekte ins Leben rief. Seither ist sehr viel geschehen und hat Abbé George bereits einen Großteil seines Vorhabens verwirklichen können. Davon konnten sich im Sommer die Vereinsmitglieder Ulrich Frieten, Artur Tellers und Heinz-Werner Lennartz in Burundi überzeugen.

So wurde zwischenzeitlich die Ambulanz, die Geburtshilfestation und das Spital fertiggestellt werden. „Dies alles mit der finanziellen Hilfe unseres Fördervereins”, sagt Heinz-Werner Lennartz. „Auch im Jahr 2011 stehen wir großen Aufgaben gegenüber”, sagt Lennartz, Schriftführer des Fördervereins.

„Nach der baulichen Fertigstellung der Ambulanz, müssen die Einrichtungsgegenstände und die medizinische Ausstattung angeschafft werden. Zudem wird eine Photovoltaikanlage installiert, die zur Ergänzung der Elektrizität aus dem öffentlichen Netz dient.”

Zunächst aber hat Abbé George mit seinen Gastgebern ein ruhiges Weihnachtsfest verlebt, auch wenn er bereits in der Merbecker Pfarrkirche die Christmette und am Zweiten Weihnachtstag in Arsbeck das feierliche Hochamt zelebrierte.

Bis zu seiner Abreise, die für den 19. Januar geplant ist, wird George Rukundo noch zahlreiche Freunde und Mitglieder des Förderkreises besuchen und sich nach den Weihnachtsferien in drei Wegberger Schulen für die tatkräftige Unterstützung bedanken, die ihm seitens der Schüler zu Teil wurde.

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