Heinsberg: Zwölf Vereine feiern unter einem „Dach”

Heinsberg : Zwölf Vereine feiern unter einem „Dach”

Den vaterstädtischen Karneval zu pflegen und zu fördern, das ist seit Gründung vor 40 Jahren die Aufgabe des „Komitee Heinsberger Karneval”.

Vor nunmehr vier Jahrzehnten, in der Karnevalssession 1962/1963 wurde das Komitee Heinsberger Karneval als Dachorganisation der Heinsberger Karnevalsvereine gegründet. Den Anstoß dazu gab der damalige Heinsberger Stadtdirektor Richard Nouvertné.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten der Heinsberger Karnevalsverein HKV, die Kolpingsöhne und der VDK, denn diese Vereinigungen führten damals öffentliche Karnevalsveranstaltungen in Heinsberg durch.

Neben der Pflege des karnevalistischen Brauchtums hatten sie außerdem die Aufgabe, den „Stadtprinzen” zu proklamieren, den Karnevalszug und die „Rathauserstürmung” vorzubereiten.

Wichtig war außerdem die Förderung der Zusammenarbeit und die Terminabstimmung zwischen den Vereinen zu verbessern. Von 1962 bis 1972 stand Karl Lennartz aus den Reihen des HKV als erster Komiteepräsident an der Spitze.

Erweiterung nach kommunaler Neugliederung

Der kommunalen Neugliederung im Jahre 1972 und der damit verbundenen Eingemeindung weiterer Ämter und Gemeinden in die Stadt Heinsberg folgte der Beschluss des Komitees, auch dieses zu erweitern und den übrigen Karnevalsvereinen der neuen Stadt Heinsberg die Zusammenarbeit anzubieten.

Weitere fünf Karnevalsvereine aus dem Stadtgebiet traten sofort dem Komitee Heinsberger Karneval bei, das sich nach und nach schließlich auf elf Vereine vergrößerte. Von 1973 bis 1984 war es Adolf Schafhausen als Präsident, der sich um die Formierung dieses doch nun recht großen Verbundes kümmerte. Auch er war Mitglied im HKV.

Seine Nachfolge trat 1984 Hanns Back von den KG „Brööker Waaterratte” an. Sein besonderes Anliegen war es, die Zusammenarbeit der Komitee-Gesellschaften zu verbessern.

1995 feierte das Komitee Heinsberger Karneval unter seiner Regie das 3 x 11-jährige Jubiläum mit einem Festabend, zu dem auch der Präsident des Bund Deutscher Karneval, Franz Wolf, die Kreisstadt besuchte. Bis 1996 stand Hanns Back, der heutige Ehrenpräsident, an der Spitze. 1997 übernahm Heinz-Leo Heinrichs vom „Wooder Wend” aus Waldenrath das Amt des Komiteepräsidenten.

„Karnevalssäule” als eigenes Wahrzeichen

Inzwischen sind im Komitee Heinsberger Karneval zwölf Vereine und Gesellschaften mit über 2200 Mitgliedern organisiert. Als jüngstes Mitglied machte „La Strada Olé” aus Straeten das Dutzend komplett.

Im Januar 1998 schenkte das Komitee Heinsberger Karneval der Stadt mit der „Karnevalssäule” in der Fußgängerzone ein eigenes Wahrzeichen. Planung und Finanzierung erfolgten auf Initiative des Ex-Stadtprinzenclubs seitens des Komitee Heinsberger Karneval.

Die Stadtprinzen werden im lockeren Wechsel jeweils von den zwölf Gesellschaften des Komitees gestellt. Auch die Organisation des im fünfjährigen Turnus stattfindenden Zuges in der City war zuletzt Aufgabe des Komitees, wie auch die Rathauserstürmung am Karnevalssamstag. Dazu gibt es in jeder Session einen eigenen Komiteeorden.

Zum 40-jährigen Bestehen des Komitees Heinsberger Karneval zeigt der Sessionsorden die Karnevalssäule, umrahmt von den Wappen der zwölf Karnevalsgesellschaften und Vereine, die dem KHK nun angehören.

Außerdem weisen die Bogen spannenden Jahreszahlen 1962/63 - 2002/03 auf das 40-jährige Bestehen der Vereinigung närrischer Heinsberger Karnevalisten hin.