Kreis Heinsberg: Zweiter Anlauf beim „Ökoprofit” soll gelingen

Kreis Heinsberg : Zweiter Anlauf beim „Ökoprofit” soll gelingen

Im Spätsommer soll auch im Kreis Heinsberg ein sogenanntes Ökoprofit-Projekt gestartet werden. „Derzeit sieht es so aus, als ob die notwendige Anzahl von mindestens zehn Teilnehmern erreicht werden könnte”, erklärte Dezernent Josef Nießen in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Verkehr im Kreistag.

Der Begriff „Ökoprofit” steht für „Ökologisches Projekt für integrierte Umwelttechnik”. Diese Kooperation zwischen Kommunen, der örtlichen Wirtschaft und weiteren regionalen und überregionalen Partnern wird vom Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW (MUNLV) finanziell gefördert.

Ihr Ziel ist es, die Unternehmen bei der Senkung von Betriebskosten durch Maßnahmen für die Umwelt zu unterstützen. Durch ein geringeres Abfallaufkommen, einen niedrigeren Verbrauch von Strom und Wasser, den effizienteren Einsatz von Energie oder durch betriebliche Optimierungen werde die Umwelt entlastet, was wiederum zu Einsparungen von Kosten in den Betrieben führe, erklärte Nießen den Hintergrund des Projekts.

Bereits im Oktober 2005 habe die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen beantragt, über den Einstieg des Kreises in das Programm zu beraten. Im September 2006 habe der Kreistag einen entsprechenden Beschluss gefasst.

Anfang vergangenen Jahres habe die Verwaltung den Ausschuss jedoch darüber informieren müssen, dass das geplante Projekt wegen einer zu geringen Anzahl interessierter Betriebe nicht durchgeführt werden könne. Mittlerweile sei die Zahl interessierter Unternehmen größer geworden, so Nießen. Daher wolle die Kreisverwaltung einen neuen Versuch des Einstiegs unternehmen.

Für die Abwicklung des zwölfmonatigen Projekts soll eine Unternehmensberatungsgesellschaft beauftragt werden, die bereits in den vergangenen Jahren zahlreiche derartiger Projekte realisiert hat.

Sie hilft laut Nießen bei der Akquisition der Teilnehmer, betreut die teilnehmenden Betriebe während des Projekts und moderiert die vorgesehenen Workshops. Das Programm beginne mit einer Auftaktveranstaltung und ende mit einer Auszeichnung der Unternehmen zum „Ökoprofit-Betrieb”.


Von den anfallenden Kosten müssen die teilnehmenden Betriebe zwei Drittel tragen; berechnet nach der jeweiligen Betriebsgröße. Der vom Kreis Heinsberg zu tragende Anteil wird bis zu 80 Prozent vom Land gefördert, höchstens jedoch mit 20.000 Euro.

Einen entsprechenden Antrag hat der Kreis bereits gestellt. Hinzu kämen Kosten für die Nutzung der Marke „Ökoprofit”. Insgesamt habe der Kreis rund 12.000 Euro an Kosten zu tragen, so Nießen. Einer der für das Projekt bereits gewonnenen Partner habe sich allerdings bereit erklärt, die vom Kreis aufzuwendenden Mittel zur Hälfte bis zu maximal 8000 Euro zu übernehmen.