Gangelt-Breberen: Zwei „Schalker” leben für das runde Leder

Gangelt-Breberen : Zwei „Schalker” leben für das runde Leder

Ulli Potofski ist nicht etwa zu Gast im Breberener Seniorenzentrum gewesen, um ein Fußballspiel zwischen den Bewohnern und den Angestellten zu kommentieren, sondern um sein Buch vorzustellen, ein Kinderbuch.

„Locke bleibt am Ball”, heißt das rund 200 Seiten starke Werk, in dem ein kleiner Junge, Locke, der ebenso wie sein geistiger Vater Potofski aus „Schalke” stammt, die Hauptfigur ist.

Fußball, die schönste Nebensache der Welt? Nicht für Locke, nicht für Ulli Potofski. Für Locke ist Fußball die Hauptsache!

Nun steht das Freundschaftsspiel gegen die Mannschaft aus England vor der Tür - und bei Locke tobt das Chaos. Sein Trainer fordert vollen Einsatz, Lockes altgediente Fußballschuhe sind ausgerechnet jetzt im Eimer, sein Vater hatte einen Schlaganfall und seit neuestem träumt er mitten auf dem Platz von Eva. Klar, dass das nicht gut geht.

Aber es gibt noch eine Chance: das Rückspiel! Ob es an Evas Glücksamulett liegt oder an den geflickten Siegerschuhen, immerhin sind es die vom legendären Stan Libuda, oder daran, dass Locke Teamgeist gelernt hat? Wer es wissen will, muss lesen. Fest steht, er und sein Freund Matz machen das Spiel in England.

Ulli Potofski, der immer noch RTL-Mitarbeiter in Sachen Sport ist, aber auch Sendungen wie „Domino-Day” moderiert, baute in seine lockere Lesung nicht nur die Bewohner des Seniorenzentrums mit ein, sondern fand auch in den Kindergarten-Kindern, die hierzu von der Heimleitung eingeladen waren, begeisterte Zuhörer.

Spiele und Hör-CD

Da wurde vorgelesen, da wurden Spielchen gemacht, bei denen das Locke-Buch als Hör-CD zu gewinnen war, und auch ein bisschen Talkshow gab´s mit Moderator Potofski. Natürlich erinnerte er sich daran, schon einmal in der Gemeinde gewesen zu sein.

Auf Einladung von Wilfried Mohren (heute Sportchef beim MDR) hatten er und eine Prominentenmannschaft vor mehr als zehn Jahren in Gangelt einen Auftritt. Das waren die Jahre, in denen Potofski und seine Mitarbeiter bei RTL mit der Sendung „Anpfiff” die Landschaft der Sportberichterstattung von Grund auf erneuerten.

Auch über den ein oder andern Kollegen wusste er den interessierten Zuhörern Auskunft zu geben. Eines lag ihm aber ganz besonders am Herzen: „Die Kinder müssen wieder mehr lesen”, warb er nicht nur für sein Buch, sondern für die Abenteuer im Kopf.