Millich: Zwei Kinder in Lebensgefahr nach einem Wohnungsbrand

Millich : Zwei Kinder in Lebensgefahr nach einem Wohnungsbrand

Drama in Millich: Bei einem Wohnungsbrand am Dienstagmorgen sind zwei Kinder lebensgefährlich verletzt worden. Sie erlitten Verbrennungen am ganzen Körper.

Die vier und sechs Jahre alten Jungen wurden mit Rettungshubschraubern in die Kliniken nach Köln und Aachen geflogen. In dem Wohnhaus an der Gronewaldstraße 36 befanden sich zur Unglückszeit sechs Erwachsene und vier Kinder.

Die Brandmeldung ging um 7.47 Uhr bei der Kreisleitstelle Erkelenz ein. Die 23-jährige Mutter der Kinder informierte über den Wohnungsbrand. Polizei und Feuerwehr setzten sich sofort in Bewegung. Mittlerweile hatten die Eltern die Kinder aus dem brennenden Kinderzimmer gerettet.

Beim Eintreffen der Wehr brannte das Kinderzimmer in voller Ausdehnung. Die Rettungshubschrauber wurden angefordert.

Die Hückelhovener Wehr war mit zehn Fahrzeugen, darunter die Drehleiter und der Messwagen, sowie 30 Leuten vor Ort. Zudem waren 25 Rettungskräfte eingesetzt.

Die Brandbekämpfung dauert nicht lange. Ein Truppp unter Atemschutz hatte das Feuer nach einigen Minuten gelöscht. Die Gronewaldstraße wurde abgesperrt. Der Rettungshubschrauber „Christoph Europa” landete unweit des Unglücksortes mitten auf der Fahrbahn der L 117, das ältere Modell „SAR” einige Minuten später gleich daneben auf einer Wiese.

Währenddessen wurden die Kinder in den Rettungswagen notärztlich versorgt und für den Transport per Hubschrauber vorbereitet. Erst nach dieser Ersthilfe brachte man die schwerstverletzten Brandopfer mit den Rettungswagen vorsichtig zu den Hubschraubern.

Um 8.30 Uhr hob „Christoph” wieder ab. Einer der Jungen war damit auf den Weg zum Aachener Klinikum gebracht. Um kurz nach 9 Uhr befand sich das zweite Brandopfer ebenfalls in der Luft in Richtung Kölner Uni-Klinik.

Die Mutter der Kinder erlitt einen Schock. Sie wurde vom Notarzt betreut. Ein Notfallseelsorger war ebenfalls eingesetzt. Sanitäter kümmerten sich um die Familie, die angesichts der tragischen Ereignisse völlig fassungslos war.

Durch das energische Eingreifen der Feuerwehr konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht und ein Übergreifen der Flammen auf andere Räume verhindert werden. Rauchende Teile aus dem Kinderzimmer wurde durch ein Fenster auf die Straße befördert, darunter auch die Matratzen. Die Brandexperten der Polizei nahmen derweil die Suche nach der Ursache des Brandes auf. Mitarbeiter des Landeskriminalamtes wurden hinzugezogen.

Polizeibeamte sperrten die Ortsdurchfahrt Millich in der Nähe der Autobahnanschlussstelle Ratheim. Der Verkehr auf der L 117 wurde durch das neue Baugebiet umgeleitet. Rund zwei Stunden war die Ortsdurchfahrt gesperrt.