Kreis Heinsberg: Zusätzliche Fahrten und schnellere Verbindung

Kreis Heinsberg : Zusätzliche Fahrten und schnellere Verbindung

Gute Nachrichten für alle Nachtschwärmer, die ihr Amüsement in Aachen suchen, hatte Dezernent Josef Nießen im Ausschuss für Umwelt und Verkehr des Kreises Heinsberg zu verkünden. Die Bahnlinie RB 33, die regelmäßig zwischen Heinsberg und Aachen verkehrt, werde, so Nießen, an allen Tagen um eine zusätzliche Nachtfahrt ergänzt.

Der Zug startet demnach in Aachen um 23.37 Uhr und wird fahrplanmäßig in Heinsberg um 0.24 Uhr erwartet. Der Zug fährt um 0.29 Uhr nach Aachen zurück, wo er um 1.15 Uhr eintrifft. In den Nächten auf Sams-, Sonn- und Feiertage werden weitere zusätzliche Fahrten noch eine Stunde später angeboten.

Schneller geht es, wie Nießen mitteilte, demnächst nach Köln. Die für Pendler interessante Schnellfahrt startet ab Geilenkirchen um 6.41 Uhr und führt über Aachen und Düren nach Köln, wo der Zug um 7.54 eintrifft. Die Verbindung ist um 20 Minuten schneller als die bisherige. Diese Maßnahmen treten zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember in Kraft.

Ein Schrittchen voran geht es unterdessen mit dem geplanten Neubau der Kreisstraße EK 13/EK 17 als Ortsumgehung Gangelt, wie im Ausschuss deutlich wurde. Dieser erste, westliche Bauabschnitt der Ortsumgehung für Gangelt im Zuge des Neubaus der Bundesstraße 56n soll gut vier Millionen Euro kosten und ab 2018 gebaut werden.

Die von der Verwaltung vorgeschlagene (Vor-)Finanzierung des Neubaus nahmen die Ausschussmitglieder zustimmend zur Kenntnis. In Aussicht gestellt ist eine Förderung durch das Land in Höhe von 65 Prozent.

Johannes Weuthen vom Amt für Umwelt und Verkehrsplanung erläuterte den Ausschussmitgliedern zudem kurz den Ausbau des Radwegs an der neuen Rurbrücke bei Kempen. Zwischen der Brücke und Kempen ist ein beidseitig verlaufender Rad- und Fußgängerweg entlang der K 21 geplant, mit dessen Fertigstellung bereits für etwa November zu rechnen ist.

Die SPD-Fraktion brachte in der Sitzung noch einmal das School&Fun-Ticket zur Sprache. Dieses Ticket würde Schülern im gesamten AVV-Gebiet das Bus- und Nahverkehrszugfahren unabhängig von Schulzeiten erlauben. Auch die CDU-Fraktion hatte sich mit diesem Ticket befasst, wollte das Thema aber lieber im Schulausschuss behandelt sehen, wie Erwin Dahlmanns erläuterte.

Uneins sind sich die Fraktionen noch, ob der Kreis als Schulträger hier eine Vorreiterrolle einnehmen sollte oder ob erst alle Schulträger unter einen Hut zu bringen sind. Ulrich Horst, Grüne, verwies darauf, dass seine Fraktion vor vier Jahren das Thema schon einmal im Schulausschuss ohne Erfolg angesprochen habe. Ausschussvorsitzender Franz-Josef Jansen stellte zu diesem Dauerthema fest: „Es wird diskutiert, das ist doch schon mal erfreulich.“