Erkelenz: Zum Erzähl-Café gehört die Klaviermusik

Erkelenz : Zum Erzähl-Café gehört die Klaviermusik

„Nächsten Monat ist es genau fünf Jahre her, dass das erste Erzähl-Café statt fand”, berichtete Josef Fedler, Vorsitzender der Senioren-Initiative Erkelenz (SIE) und Initiator der Erzähl-Cafés, sichtlich gerührt.

Er zeigt auch ein wenig Stolz beim nunmehr 50. Erzähl-Café in Folge, das im Martin-Luther-Gemeindehaus in Erkelenz stattfand.

Den entscheidenden Anstoß zu dieser Veranstaltungsreihe hatte die SIE 2000 bei einem Seniorentag im Gemeindezentrum bekommen.

An diesem Tag waren auch einige Besucher aus Mönchengladbach zugegen, die erzählt hätten, wie so ein Erzähl-Café funktioniert, erinnerte sich Fedler.

Dies sei die Geburtsstunde gewesen. Am 27. März 2000 war es dann soweit, das erste Erzähl-Café fand statt, damals im Pfarrzentrum St. Lambertus.

„Für die erste Veranstaltung hatten wir uns richtig in Unkosten gestürzt”, sagte Fedler, hatte die SIE doch eigens für das Erzähl-Café, das unter dem Motto „Aus der Jugendzeit - Erinnerungen nicht nur aus Erkelenz” großen Anklang fand, ein Salon-Orchester aus Mönchengladbach engagiert.

Danach seien die Organisatoren ein wenig ratlos gewesen, wie es weitergehen solle. Jedes Mal ein Orchester zu verpflichten, war und ist nicht machbar.

„Ein Erzähl-Café lebt und steht mit guter Caféhaus-Musik”, betonte Felder. Gut zwei Wochen vor Beginn des geplanten, zweiten Erzähl-Cafés kam Fedler ein glücklicher Zufall zu Hilfe, er lernte Traute Friedel kennen.

Sie habe ihm am Klavier ein paar herrliche Weisen vorgespielt. Das war genau das, was er suchte. Seither begleitet sie die Erzähl-Cafés am Klavier mit passender Musik.

Von alten Weisen bis hin zu Filmmusik sei alles dabei. Sie selbst sei sehr nervös gewesen: „Ich hatte richtig Angst”, gestand sie beim „Jubiläums-Café”.

Auch heute sei sie noch vor jedem „Auftritt” nervös. Braucht sie aber gar nicht, ihr liebliches Spiel auf dem Klavier gehört zum Erzähl-Café dazu wie für den Mensch die Luft zum Atmen und ist nicht mehr wegzudenken.

Aber nicht nur Traute Friedel galt Fedlers Dank, sondern auch den vielen Ehrenamtlern, die im Hintergrund stets engagiert mithelfen, etwa dafür sorgen, dass alle Gäste Kaffee und Plätzchen bekommen.

„Ich hoffe, dass wir noch viele Male in gemütlicher Runde im Erzähl-Café zusammensitzen werden”, wünscht sich Fedler.

Diesem Wunsch schloss sich auch die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Honold-Ziegahn an, verbunden mit dem Dank für das unermüdliche Engagement der SIE, nach Angebotslücken für Senioren zu forschen und diese dann nach Möglichkeit zu schließen.

Das Erzähl-Café sei eines dieser Angebote, mit denen die SIE zu bestehenden Angeboten keinesfalls in Konkurrenz treten möchte, wie Fedler immer ausdrücklich betonte.

Weitere Angebote der SIE sind etwa die wöchentlich stattfindenden Sprechstunden, freitags von 10 bis 12 Uhr im Johanniter-Stift, sowie die Aktion „Heinzelmännchen”, der Kleinst-Reparaturdienst der SIE (dienstags von 9 bis 10.30 Uhr unter Tel.02431/8060667 mit Anrufbeantworter erreichbar).