Kreis Heinsberg: Zukunftsworkshop: Wie sieht es mit dem Ehrenamt aus?

Kreis Heinsberg : Zukunftsworkshop: Wie sieht es mit dem Ehrenamt aus?

In einer Zeit gestiegener Anforderungen und großer Umbrüche sei gerade zivilgesellschaftliches Engagement ein wichtiger Faktor für den Zusammenhalt und die Funktionsfähigkeit der Gesellschaft, erklärte jetzt die Pressestelle des Kreises Heinsberg. Eine bedeutende Rolle komme dabei dem Ehrenamt zu.

Unter Ehrenamt würden alle Tätigkeiten verstanden, die freiwillig und unbezahlt geleistet würden und dem Allgemeinwohl dienten. So in den vielen Vereinen, so in vielen gesellschaftlichen Bereichen von der Kirche bis zum Katastrophenschutz. Ehrenamtliches Engagement verbinde sich oft auch mit dem Einsatz für eine Idee oder eine Institution. Kirchen, Parteien und Hilfsorganisationen seien da vor allem zu nennen.

„Wie sieht es aber mit der Zukunft des Ehrenamtes aus?“ Dies fragen sich nach Angaben der Pressestelle zurzeit auch die Verantwortlichen beim Kreis Heinsberg, allen voran Landrat Stephan Pusch. Der Landrat erklärte: „Aufgrund eines Bürgerantrags hat sich der Kreisausschuss mit dieser Thematik befasst und mich beauftragt, einen Zukunftsworkshop zum Thema Ehrenamt für den Bereich des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes zu initiieren.“

Der Landrat griff diese Anregung gerne auf. „Ich bin mir der Bedeutung des Ehrenamtes — insbesondere was den Rettungsdienst und Katastrophenschutz angeht — sehr bewusst.“ Ohne das Ehrenamt würden viele Bereiche des öffentlichen Lebens gar nicht oder nur bedingt funktionieren. Daher soll nun am Samstag, 3. September, um 10 Uhr im großen Sitzungssaal des Kreishauses in Heinsberg an der Valkenburger Straße der erste Zukunftsworkshop Ehrenamt statt.

Ziel ist es laut Kreis, alle beteiligten Institutionen — wie Leistungsträger im Rettungsdienst und Katastrophenschutz sowie Verwaltung und Politik — für das Thema Ehrenamt stärker zu sensibilisieren und einen Maßnahmenkatalog zur Stärkung des Ehrenamtes zu erstellen.

Neben Referaten und einem Impulsvortrag sollen vor allem die Einzelworkshops Ergebnisse befördern. Unter der Leitung von Fachleuten geht es in den Workshops um Themen wie Helfergewinnung, Helferbindung, Networking und die Rahmenbedingungen.

Während Themen wie Helfergewinnung und Helferbindung selbst erklärend sind, geht es beim Networking um die Bereiche Vernetzung, Kooperation, politische Einbindung oder Attraktivitätssteigerung, während unter den Rahmenbedingungen Themen wie Rolle der Arbeitgeber, Freistellungshindernisse oder Lohnausfall besprochen werden.

Die Ergebnisse des Workshops sollen protokolliert und zur weiteren Verwendung entsprechend aufgearbeitet werden, kündigte die Kreis-Pressestelle an.