Zukunft der Bergkapelle gesichert

Zukunft der Bergkapelle gesichert

Hückelhoven (an-o/maka) - Die Bergkapelle Sophia-Jacoba, die nach der Schließung der Zeche aufgehört hatte, zu existieren, ist wieder da. Der Vorstand und umriss in seiner ersten Sitzung die kurze Geschichte dieser Renaissance, die neue Struktur als Verein, sowie die Zukunftspläne.

Der eigentliche Anlass, wieder miteinander zu musizieren, war die Einweihung einer neuen Barbarastatue an Schacht I/III im Oktober 2001. Die Idee und der Wunsch des Knappenvereins Hückelhoven-Hilfarth, diese Festlichkeit mit bergmännischer Blasmusik zu umrahmen, hatte nach einigem organisatorischen Bemühen schließlich eine recht stattliche Anzahl von Musikern der ehemaligen Bergkapelle zum wieder gemeinsamen Musizieren motiviert, so dass man unter der musikalischen Leitung von Rolf Deckers mit einem spielfähigen Klangkörper aufwarten konnte.

Was anfangs den Charakter eines Workshop-, bzw. Projektensembles hatte, stabilisierte sich bald zu einer festen Einheit, so dass der nächste Auftritt beim ersten Schachtfest im Mai 2002 die nicht ganz unerwartete Folge der bis dahin locker verabredeten Proben war. Ab Herbst 2002 treffen sich die Musiker regelmäßig an jedem ersten Samstag im Monat zu ihren Proben.

Weil die Zeche als Träger des Orchesters nicht mehr zur Verfügung stand, fand man eine andere Organisationsform: Es wurde ein Vorstand gewählt, man gab sich eine Satzung und ließ den Verein eintragen. Der Name "Bergkapelle Sophia-Jacoba e.V." soll die uneingeschränkte und grundsätzliche Verbundenheit zur Tradition des Bergmannsberufes, seiner Geschichte und seiner Kultur dokumentieren.

Mit jungen Leuten

Zu der großen Gruppe der "Ehemaligen" sind inzwischen junge Leute gekommen - und jetzt auch Damen: Ehefrauen, Töchter, Schwestern, die in ihren Heimatvereinen schon länger gestandene Musikerinnen sind. Einen ersten großen, offiziellen Auftritt hatte die neue Bergkapelle erst jüngst bei der Einweihung des neuen Sparkassengebäudes in Hückelhoven. Um den dadurch geweckten Erwartungen auch weiterhin gerecht werden zu können, sucht man nach weiteren Mitgliedern, sowohl aktiven, als auch inaktiven Förderern.