Kreis Heinsberg: „Zahl und Größe der Naturschutzgebiete ist unverhältnismäßig“

Kreis Heinsberg : „Zahl und Größe der Naturschutzgebiete ist unverhältnismäßig“

Im Rahmen der Dialogreihe „Stark vor Ort“ hatte die FDP im Kreis Heinsberg zuletzt die Landschaftsplanung im Wassenberger und Baaler Riedelland auf der Agenda.

Stefan Lenzen und Klaus Wagner konnten neben dem Dezernenten Josef Nießen, den Vorsitzenden Manfred Hermanns und weitere Vertreter der Bürgerinitiative „Zwangloser Naturschutz im Kreis Heinsberg“ begrüßen.

Nach einer kurzen Einführung über den aktuellen Planungsstand durch Josef Nießen erhielt die Bürgerinitiative Gelegenheit, ihre Sicht der Dinge darzustellen und äußerte vor allem Kritik an dem Ausmaß der beabsichtigten Ausweisung von Naturschutzgebieten. „Die Zahl und die Größe der geplanten Naturschutzgebiete ist unverhältnismäßig.

Der Kreisverwaltung steht ein weiter Ermessenspielraum bei der Ausweisung von Naturschutzgebieten zu“, so Marion Tettinger, „dieser wird bisher nicht ausreichend genutzt.“

Die Bürgerinitiative befürchtet neben einer Gefährdung der künftigen Entwicklung landwirtschaftlicher Betriebe auch erhebliche Wertminderungen durch die Zuordnung landwirtschaftlich, genutzter Flächen zu Naturschutzgebieten. „Die Zusicherung von Bestandsschutz“, so Manfred Hermanns, „reicht nicht aus, um die Zukunftsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe zu sichern“.

In der anschließenden Diskussion trat Josef Nießen den Befürchtungen entgegen. „Mit dem Bestandsschutz und den möglichen Sonderregelungen könne allen Interessen hinreichend Rechnung getragen werden und der Kreis zugleich der ihm obliegenden Pflicht zur Aufstellung des Plans und der Ausweisung von Naturschutzgebieten nachkommen“, betonte Nießen, „Ziel der Kreisverwaltung ist es, eine einvernehmliche Lösung mit allen Beteiligten zu finden“.