Erkelenz/Heinsberg: Zahl der Arbeitslosen leicht rückläufig

Erkelenz/Heinsberg : Zahl der Arbeitslosen leicht rückläufig

Im September sank die Arbeitslosigkeit im Arbeitsamtsbezirk Erkelenz.

In Erkelenz, Hückelhoven und Wegberg waren im letzten Monat 5212 Menschen ohne Beschäftigung.

Dies waren 184 weniger als im August, aber 485 mehr als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging von 10,3 Prozent auf jetzt wieder einstellige 9,9 Prozent zurück. Zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr betrug sie noch 9,1 Prozent.

Von dieser zum Ende der Ferienzeit üblichen, positiven Entwicklung profitierten beinahe alle Zielgruppe des Arbeitsmarktes.

Bei den Männern fiel der Rückgang mit 3,6 Prozent noch größer aus als bei den Frauen (minus 3,1 Prozent).

Der Rückgang bei den arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren ragt besonders deutlich heraus. Er fällt mit 12,1 Prozent gegenüber dem Vormonat und auch 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat besonders erfreulich aus.

Auf der Stellenseite gab es nach wie vor eine abwartende Grundhaltung. Der Zugang der im letzten Monat gemeldeten offenen Stellen liegt mit 79 um 149 (minus 65,4 Prozent) unter dem Wert des Vormonats und um 33 (minus 29,5 Prozent) niedriger als vor einem Jahr.

Die auffällige Reduzierung des Bestands an offenen Stellen bezieht sich in der Hauptsache auf nunmehr abgearbeitete Vermittlungsaufträge für Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft.

Günstig entwickelte sich die Zahl der Kurzarbeiter im Bezirk des Arbeitsamtes Erkelenz. Mit jetzt noch 68 betroffenen Arbeitnehmern liegt die Zahl um 105 unter dem Wert des Vormonats (minus 60,7 Prozent) und um 11 (minus 13,9 Prozent) niedriger als vor einen Jahr.

Im letzten Monat sank die Zahl der Teilnehmer in beruflicher Weiterbildung von 240 auf 231, während es bei den Beschäftigten in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen im gleichen Zeitraum einen Anstieg von 27 auf 34 gab.

Auch im Zuständigkeitsbereich des Arbeitsamtes Heinsberg sank die Zahl der Arbeitslosen im September um 109 Personen (minus 2,9 Prozent).

Dennoch liegt ihre Gesamtzahl mit 3640 um 423 (plus 13,1 Prozent) höher als noch im Vorjahreszeitraum. Erfreulicherweise lässt sich auch hier feststellen, dass der Anteil der unter 25 Jahre alten Menschen rückläufig ist. Mit 418 liegt er 105 (minus 20,1 Prozent) niedriger als im August. Auch im Verhältnis zum Vorjahr ist die Zahl um 34 (minus 7,5 Prozent) gesunken.

Die weiterhin bestehende Dramatik am Arbeitsmarkt erschließt sich vor allem durch die hohe Zahl der Langzeitarbeitslosen. Im September nahm sie mit 44 Personen wieder zu und stieg auf 1398. Das bedeutet eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um 308 (plus 28,3 Prozent).

Der drastische Anstieg der Kurzarbeiter von 24 auf 250 zwischen August und September ist ebenfalls ein Indiz für eine nach wie vor bedenkliche Arbeitsplatzsituation. Nicht selten ist die Kurzarbeit die Vorstufe zur Arbeitslosigkeit.

Die Zahl der offenen Stellen ist zwar gegenüber dem Vormonat um 10 auf 120 gestiegen, liegt aber um 162 (minus 57,4 Prozent) unter dem Vorjahreswert.

Dennoch positiv: Die Arbeitslosenquote sank von 9,4 auf 9,1 Prozent. Allerdings lag sie im Vorjahr bei nur 8,1 Prozent.