Kreis Düren: Zahl der Arbeitslosen geht um rund 20 Prozent zurück

Kreis Düren : Zahl der Arbeitslosen geht um rund 20 Prozent zurück

Die Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt hat sich im Jahresverlauf 2006 deutlich entspannt. Die Zahl arbeitsloser Menschen im Kreisgebiet Düren ist kontinuierlich zurückgegangen und hat sich seit ihrem Höchststand im Januar mit 16.553 Arbeitslosen bis zum Jahresende mit 13.163 Arbeitslosen um gut 20 Prozent reduziert.

„Die anspringende Konjunktur mit einer günstigeren binnen- wie außenwirtschaftlichen Entwicklung hat die Beschäftigungslage in der Region stabilisiert und insbesondere ab Jahresmitte 2006 zu einer deutlichen Entspannung auf dem regionalen Arbeitsmarkt beigetragen. Bezüglich der Neueinstellungen in Betrieben besteht insgesamt jedoch noch Nachholbedarf”, so Dirk Hohenböken, Leiter der Agentur für Arbeit Düren. „Alle derzeitigen Prognosen sprechen für eine anhaltende wirtschaftliche Erholung. Wir gehen deshalb davon aus, dass der positive Trend sich auch noch stärker als bisher auf die Beschäftigungslage in der Region auswirkt.”

Zur Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegen Daten bis Ende Juni 2006 vor. Danach waren Mitte des Berichtsjahres im Kreis Düren 69.230 Personen beschäftigt. Dies entsprach etwa dem Beschäftigungsniveau des Vorjahres (2005). Im langfristigen Vergleich sind im Kreis Düren jedoch herbe Arbeitsplatzverluste festzustellen. Seit dem höchsten Beschäftigtenstand 1991 mit fast 77.400 Beschäftigten hat sich die Zahl der Arbeitplätze im Kreisgebiet bis Mitte 2006 um rund 11 verringert.

Die Beschäftigungsverluste seit 1991 betreffen vor allem den produzierenden und verarbeitenden Wirtschaftssektor. Vor allem der Bergbau, die Energiewirtschaft, das verarbeitende Gewerbe und das Baugewerbe sind hier zu nennen. Der Dienstleistungssektor dagegen hat mit Beschäftigungsgewinnen in Höhe von etwa 38 Prozent insgesamt stark zugelegt. Lediglich im Handel stagnierte die Beschäftigung mit 8494 Personen knapp unter dem Niveau von 1991, im Kredit- und Versicherungsgewerbe sank die Beschäftigtenzahl um gut ein Viertel auf 1297 Personen.

Der anhaltende Trend zur Dienstleistungsgesellschaft hat die Beschäftigungsstruktur in der Region verändert. Waren Mitte 1991 noch fast 53 Prozent aller Arbeitsplätze im Primären und Sekundären Wirtschaftssektor angesiedelt, so hat sich dieser Anteil bis Mitte 2006 auf 37 Prozent verringert.

Die Statistik belegt eine zunehmend hohe regionale Mobilität der Beschäftigten im Kreis Düren. Mitte 2006 wohnten im Kreisgebiet insgesamt 79.894 sozialversicherungspflichtig Beschäftige, von denen knapp 30000 (37 Prozent) Personen einen Arbeitsplatz außerhalb des Kreisgebietes hatten. Gleichzeitig pendelten nur 19.335 auswärtige Arbeitnehmer zu einem Arbeitsplatz im Kreis Düren ein.

Bevorzugte Arbeitsorte für die Dürener Auspendler sind die Nachbarregionen Kreis und Stadt Aachen, die Stadt Köln sowie der Erftkreis. Von den 19.335 Einpendlern kamen die meisten aus den Kreisen Aachen und Heinsberg sowie dem Erftkreis.

Im Jahresdurchschnitt 2006 waren im Kreis Düren insgesamt 14.745 Menschen arbeitslos, 114 (1 Prozent) Personen mehr als im Durchschnitt des Vorjahres. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote betrug 11,4 Prozent und lag um 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.