Selfkant: WM-Ergebnisse bestätigen Klasse des Radsport-Events im Selfkant

Selfkant : WM-Ergebnisse bestätigen Klasse des Radsport-Events im Selfkant

Wenn es noch einer Bestätigung bedurft hätte, wie hochklassig das Radsport-Event im vergangenen Monat im Selfkant — mit der Eneco-Tour-­Passage durch Wehr und Hillensberg — gewesen ist, dann haben die am Sonntag zu Ende gegangenen Weltmeisterschaften in Doha ­(Katar) diese mit ihren Ergebnissen eindrucksvoll geliefert.

Denn: Viele Sieger und Platzierte, die bei der WM erfolgreich waren, sind auch beim Mannschaftszeitfahren der Eneco-Tour mit Start und Ziel in Sittard am 23. September mit von der Partie gewesen.

Der alte und neue Weltmeister im Straßenrennen: Peter Sagan aus der Slowakei. Er war im Team Tinkoff bei der „Kletterpartie“ auf dem 900 Meter langen, 4,5 prozentigen Anstieg auf der Bergstraße in Hillensberg live und hautnah zu erleben. Der deutsche Weltmeister im Einzelzeitfahren: Tony Martin. Er war mit Etixx — Quick Step in ­Sittard / Selfkant in Aktion.

Und mit Quick Step gewann Tony Martin — wie 2012 und 2013 — auch erneut den Weltmeistertitel im Mannschaftszeitfahren. Bei der Eneco-Tour waren achtköpfige Teams am Start, bei der WM bildeten jeweils sechs Fahrer eine Formation. Alles in allem waren 13 der 18 Radrennfahrer, die nach dem Teamwettbewerb in Doha auf dem Treppchen standen, wenige Wochen zuvor noch im Selfkant zu sehen.

Von den sechs Gold-Fahrern von Etixx — Quick Step waren vier im Selfkant dabei: Tony Martin, Marcel Kittel, Bob Jungels und der spätere Gesamtsieger der Eneco-Tour, Niki Terpstra. BMC Racing Team gewann das Zeitfahren bei der Eneco-Tour, musste sich aber bei der WM nach Erfolgen 2014 und 2015 diesmal mit Rang zwei begnügen: Rohan Dennis, Stefan Küng, Daniel Oss, Taylor Phinney, Manuel Quinziato und Joey Rosskopf — alle sechs BMC-Silber-Fahrer jagten durch Wehr und Hillensberg. Ebenso drei der Bronze-Fahrer von Orica — Bike Exchange: Alexander Edmondson , Michael Hepburn und Michael Matthews.

Das Straßenrennen zum Abschluss der WM war im Finalsprint quasi eine Neuauflage der Eneco-Tour. Denn nicht nur der Champion Peter Sagan aus der Slowakei, sondern auch alle Fahrer auf den Plätzen vier bis zehn waren im Selfkant vertreten: der Australier Michael Matthews, der Italiener Giacomo Nizzolo, die Norweger Edvald Boasson Hagen und Alexander Kristoff, der Franzose William Bonnet, der Niederländer Niki Terpstra und der belgische Olympiasieger Greg Van Avermaet.

Beinahe wären es sogar alle zehn Bestplatzierten gewesen: Aber der WM-Zweite, der Brite Marc Cavendish, hatte seinen Start bei der Eneco-Tour kurzfristig abgesagt. Und der WM-Dritte, der Belgier Tom ­Boonen, war am Tag vor dem Teamzeitfahren bei der Eneco-Tour gestürzt und verletzt ausgeschieden.

(disch)