Jülich/Düsseldorf: Wirtz befürwortet den Bau neuer Kohlenkraftwerke

Jülich/Düsseldorf : Wirtz befürwortet den Bau neuer Kohlenkraftwerke

Der CDU Landtagsabgeordnete Josef Wirtz (Inden) begrüßt die Neubaupläne der RWE AG. Der geplante Ersatz von alten, ineffizienten Kohlekraftwerken durch neue und klimafreundlichere sei positiv zu bewerten.

Angekündigt wurden die Neubaupläne vom Bereichsleiter der RWE-Power AG Alois Herbst bei einer Sitzung des Arbeitskreises für Wirtschaft, Mittelstand und Energie der CDU-Landtagsfraktion. Man verspricht sich von der hocheffizienten und flexiblen Energiegewinnung eine nachhaltige Reduktion des CO2-Ausstoßes. Herbst erklärte, dass bei Niederaußem ein neues Kohlekraftwerk gebaut werden soll, um weniger effizient arbeitende Kraftwerksblöcke zu ersetzen.

„Bis die Lücke zur rein regenerativen Energieversorgung geschlossen ist, gehört für uns die sichere Stromproduktion mit Hilfe von modernen Kohlekraftwerken zum nordrhein-westfälischen Energiemix”, erklärte Wirtz.

Die Ankündigung von RWE zwinge zudem die Landesregierung zur konkreten Formulierung langfristiger Aussagen über die Energiepolitik. „Es reicht nicht mehr aus, kurzatmig Kritik am Energiekonzept von Nobert Röttgen zu äußern”, verteidigt Wirtz den Bundesumweltminister und CDU-Landesvorsitzenden.

Der Schophovener Christdemokrat erwarte nun von der „rot-rot-grünen Tolerierungskoalition” in Düsseldorf, aufgeschlossen auf die Pläne der RWE AG zu reagieren und dadurch auch Arbeitsplätze im Kreis Düren zu sichern.

Mit schwammigen Aussagen zum rheinischen Braunkohlerevier, wie jüngst vom Dürener Bundestagsabgeordneten Dietmar Nietan (SPD) geäußert, könne sich die Landesregierung, so betont Wirtz, nicht mehr um die Frage drücken, wie sie das Industrieland NRW langfristig und sicher mit Energie versorgen will.