Städteregion: Wirtschaftsförderung: Zusammenlegung schwierig

Städteregion : Wirtschaftsförderung: Zusammenlegung schwierig

Die möglichen finanziellen Auswirkungen sind weiterhin „nicht bezifferbar“. So stand es schon im Strukturkonzept, als dieses im vergangenen Herbst von einer großen Mehrheit im Städteregionstag verabschiedet wurde.

Damals erhielt die Verwaltung den Auftrag, die Chancen für eine gemeinsame Wirtschaftsförderung von Stadt und Städteregion auszuloten. Im nicht öffentlichen Teil des Wirtschaftsausschusses, der am morgigen Donnerstag tagt, wird Markus Terodde nun einen ersten Bericht vorlegen.

Viel Erbauliches hat der zuständige Dezernent nach Informationen unserer Zeitung nicht zu verkünden. Zu komplex sind offenbar die Zuständigkeiten der Städteregion und der zehn regionsangehörigen Kommunen und zu unterschiedlich deren Interessen, um in absehbarer Zeit zu einem Ergebnis kommen zu können. Der Beschlussvorschlag der Verwaltung sieht folgerichtig vor, dass nichts beschlossen wird — mit Ausnahme der Vorlage eines weiteren Zwischenberichtes am Jahresende.

Drei Szenarien sind bis dato in den Gesprächen zwischen Stadt und Städteregion thematisiert worden. Die Gründung einer gemeinsamen Wirtschaftsförderungsgesellschaft, besetzt mit Mitarbeitern beider Seiten, wurde allerdings schon wieder verworfen, weil mit ihr nur eine zusätzliche Institution geschaffen würde.

Skepsis gibt es auch gegenüber einer Bündelung der Wirtschaftsförderung unter dem Dach der Agit. Schließlich handelt es sich bei dieser um eine regionale Agentur, deren Zuständigkeit weit über die Grenzen der Städteregion hinausgeht. Bliebe noch eine rein räumliche Zusammenlegung der weiterhin selbstständig mit der Wirtschaftsförderung betrauten Stellen — Fachbereich 02 der Stadt sowie Amt 85 und Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Städteregion. Wesentliche Synergieeffekte organisatorischer oder finanzieller Art dürften auf diesem Wege jedoch nicht zu erzielen sein — weshalb auch der dritten Option kaum Chancen auf eine Realisierung eingeräumt werden.

Weitere Alternativen gibt es derzeit nicht. Gut möglich also, dass das Thema am Ende zu den Akten gelegt wird.

(gro)