Erkelenz-Hetzerath: Wilder Galopp auf dem Holzpferd durch Parcours

Erkelenz-Hetzerath : Wilder Galopp auf dem Holzpferd durch Parcours

Zunehmender Beliebtheit erfreut sich das Kutschentreffen, das der Reit- und Fahrverein Erkelenz ins Leben gerufen hat, um die Gemeinschaft zu pflegen und um auch Hobbyfahrern, die nicht an offiziellen Turnieren teilnehmen wollen, etwas bieten zu können.

Der Spaß stand wieder an erster Stelle, egal ob nun bei den Teilnehmern, oder bei den vielen Schaulustigen, bei strahlendem Sonnenschein genossen alle den herrlichen Tag vor der Kulisse des ehemaligen Kreuzherrenklosters bei Hetzerath.

Bei der Kutschenrallye galt es wieder für die vielen Teilnehmer - immerhin rund 50 Teilnehmer mit Kutsche und 42 Reiter gingen in Hohenbusch an den Start - knifflige Aufgaben und den schwierigen Geschicklichkeitsparcours zu meistern.

„Bei aller Schnelligkeit die Genauigkeit nicht vergessen”, schallte es aus dem Wertungshäuschen, in dem Wolfgang Husemann, einer der beiden Organisatoren des Reit- und Fahrvereins, saß und die Teilnehmer bei ihren Manövrierübungen ebenso beobachtete, wie Wertungsrichter Dieter Corsten.

Parcoursdienst hatte alle Hände voll zu tun

Doch bevor es für die Ein-, Zwei-, Drei- und Vierspänner aus dem gesamten Rheinland durch den Geschicklichkeitsparcours ging, hieß es, erst einmal die Natur genießen. Dafür hatte der Reit- und Fahrverein eine „wunderschöne, 15 Kilometer lange Strecke querfeldein um Haus Hohenbusch herum ausgekuckt”, verriet Dagmar Husemann begeistert.

Da bei den Kutschen vom Ein- bis Vierspänner alles dabei war, hatte der „Parcoursdienst” alle Hände voll zu tun. Denn für die unterschiedlichen Kutschen musste jedesmal auch die Spurbreite verändert werden. Ziel war es doch, so schnell wie möglich und dabei so fehlerfrei wie möglich den Parcours samt Kutsche und „Beifahrer” zu passieren.

Um das Ganze etwas aufzulockern und vor allem für die vielen Schaulustigen interessanter zu machen, hatte der Reit- und Fahrverein einige amüsante Aufgaben mit in den Parcours „hineingebaut”.

So musste die Kutsche etwa an einer Stelle kurz stoppen, der „Beifahrer” kurz die Kutsche verlassen, eine Reitkappe überstreifen, ein „Pferdchen” aus Holz zwischen die Beine klemmen und einmal um die Kutsche herum galoppieren. Für wen diese Aktion nun amüsanter war, für das Pferd oder die Zuschauerschar, dass war nicht eindeutig auszumachen.

Hier und da wurde bei ähnlich amüsanten Zusatzaufgaben schon mal der Arm zu kurz, wie Husemann treffend bemerkte. Wer nicht exakt an das jeweilige Hindernis heranfuhr, aus dem etwas genommen werden musste ohne die Kutsche zu verlassen, der hatte seine liebe Müh und Not. Einen ähnlichen Parcours gab es dann auch für die Reiter.

Jedenfalls waren die Organisatoren vollauf zufrieden, herrschte doch beim Kutschentreffen auf Hohenbusch nonstop reges Treiben. Ob nun in einem der schönen Pavillions, die zum Verweilen einluden, am Würstchen- oder Getränkestand sowie um und auf dem Parcoursgelände - überall war viel los.

Für Spannung und Heiterkeit gesorgt

Bei den Einspännern mit Pony belegte Sandy Shiodo aus Gummersbach den ersten Platz und bei den Einspännern mit Pferd Karla Bertrams aus Nideggen. In der Kategorie Zweispänner mit Pony ging Platz eins an Erich Gerards aus Wegberg-Holtum, der zudem für die größte Spannung bei den Zuschauern gesorgt hatte: In knapp zwei Minuten jagte er samt Kutsche unter lautstarken Anfeuerungsrufen der Zuschauer durch den Parcours.

Für Heiterkeit sorgte dagegen ein anderer Teilnehmer, dessen Pferd nicht so wollte wie er, weshalb er auch satte neun Minuten brauchte, um durch den Parcours zu kommen. Inke Mohnen aus Krefeld belegte schließlich noch den Platz eins in der Kategorie Zweispänner mit Pferd.