Kreis Heinsberg: WhatsApp ermöglicht Ortung nach schwerem Unfall

Kreis Heinsberg : WhatsApp ermöglicht Ortung nach schwerem Unfall

Der Mountainbikefahrer, der vor wenigen Tagen im Birgelener Wald unterwegs war, hatte Glück im Unglück, wie die Pressestelle des Kreises Heinsberg berichtete. Der Mann war demnach schwer gestürzt und hatte sich dabei erhebliche Verletzungen zugezogen.

Mit seinem Handy gelang es ihm, die Leitstelle in Erkelenz über die Notrufnummer 112 zu erreichen. Da der Radfahrer aber nicht genau wusste, wo er sich befand und auch die Handyortung in einem Waldgebiet recht ungenau ist, schien ein schnelles Auffinden des Verunglückten schwierig zu sein. Doch die Rettung kam mit der viel genutzten App ­WhatsApp.

Anders als das Handy selbst, lässt sich der Nutzer dieser App metergenau orten, da diese App auf alle Ortungssysteme eines Smartphones zugreift, so der Kreis. Durch Anleitung des Einsatzsachbearbeiters war es dem Verunglückten möglich, mit einer ­WhatsApp-Nachricht die genauen Ortungsdaten zu übermitteln.

So konnte die Leitstelle die notwendigen Rettungsfahrzeuge punktgenau in den Wald lotsen. Der gestürzte Mountainbiker konnte von den Einsatzkräften so schnell gefunden, versorgt und umgehend in das nächste Krankenhaus gebracht werden.

Die Leitstelle ist technisch so ausgerüstet, dass die Ortung von Verunglückten nicht nur über Handyzellen, sondern auch über WhatsApp möglich ist.

Thomas Kähler und Dirk Hartmann, die Verantwortlichen des Kreises Heinsberg in der Leitstelle für Feuerschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz in Erkelenz, sehen diese Neuerung sehr positiv: „Die Ortung über ­WhatsApp ist schneller und genauer als eine Handyortung über Funkzelle.“

Allerdings bleibt eines auf Sicht des Kreises Heinsberg klar: Der schnellste Weg zu Feuerwehr und Rettungsdienst ist nach wie vor Notrufnummer 112. Wer diese Nummer im Notfall wählt, wird laut Kreis immer auf geschultes und kompetentes Personal treffen, das die für die jeweiligen Notfälle die entsprechenden Abfragen trifft.