Kreis Düren: Wettergegensätze: Klimawandel zeigt sich auch bei uns

Kreis Düren : Wettergegensätze: Klimawandel zeigt sich auch bei uns

Der Wonnemonat Mai war in diesem Jahr durchweg zu warm und regional sehr feucht. Hinter den unscheinbaren Daten verbergen sich allerdings große Kontraste, wie die Starkregenfälle zum Monatsende zeigen.

Im Schnitt erreichten die Temperaturen 13,2 Grad in Heimbach, 13,3 Grad in Schmidt, 14,1 Grad in Heimbach-Hasenfeld, 14,2 Grad in Düren, 14,8 Grad in Jülich und Drove sowie 14,9 Grad in Linnich-Gevenich. Dies entspricht einer positiven Abweichung von +0,5 bis +1,0 Grad in Bezug zum Mittel 1981-2010.

Hinter den Mittelwerten verstecken sich die extremen Temperaturen des Monats an folgenden Orten: -0,1 Grad Lufttemperatur am 4. Mai in Heimbach (Schmidt-Harscheid -0,2 Grad) und am Boden -3,5 Grad im Kalltal bei Schmidt. Die absoluten Maxima wurden mit 26,6 Grad in Aldenhoven, 27,0 Grad in Nörvenich, 27,2 Grad in Vlatten und Drove sowie 27,7 Grad in Hambach gemessen. Die Zahl von zwei bis fünf Sommertagen (Düren und Aldenhoven) in den Niederungen war leicht überdurchschnittlich. Schadhafte Fröste durch die verfrühten Eisheiligenfröste (um den 4. Mai) gab es rund um Düren kaum. Genau zu Pfingsten gab es einen Kälteeinbruch, was unter anderem dazu führte, dass die Höchstwerte an Pfingsten niedriger blieben als an Weihnachten.

Die Sonnenscheindauer

Auch die Sonnenscheindauer im Kreis Düren war leicht überdurchschnittlich, sicherlich eine Folge der anhaltenden Trockenheit in den ersten drei Maiwochen. So erreichte der Raum Aldenhoven 231 Stunden, Kreuzau-Drove 229, Jülich 208, Vettweiß 202, Schmidt 199, Düren 198, Hasenfeld 172, Heimbach 167 und Vossenack 139 Stunden. Der Überschuss betrug meist 5-10 Prozent. Dramatischer waren die kreisweiten Unterschiede im Niederschlagsbereich. Während die Ortschaften im Südkreis und rund um Jülich nur 40-50 Liter pro Quadratmeter (l/qm) erhielten (75-90 Prozent des Mittels), betrugen die Abweichungen in den Regionen mit starken Gewittern sogar 125 Prozent.

Insgesamt wurde der Kreis Düren von Unwettern im Mai verschont. Hier einige besonders geringe und hohe Summen: Vettweiß 41 l/qm, Jülich 47 l, Vlatten und Brandenberg 48 l sowie Obermaubach 49 l/qm; dagegen Nörvenich 68 l, Schwammenauel und Vossenack 69 l, Hergarten 71 l/qm. Den höchsten Tagesniederschlag registrierte die Station Niederzier-Hambach mit 41,7 l/qm am 30. Mai. Der Klimawandel zeigt sein Gesicht immer deutlicher, auch bei uns. Bis zum 7. Juni dauerten die starken, gewittrigen Regenfälle noch an.