Kreis Heinsberg: Wettbewerb „Gute Form 2018“: Junge Tischler zeigen sich in Bestform

Kreis Heinsberg : Wettbewerb „Gute Form 2018“: Junge Tischler zeigen sich in Bestform

Wo kaufe ich meine Möbel? Bei dem Schreiner meines Vertrauens oder doch lieber bei der Möbelkette? Nun haben die angehenden Schreinergesellen im Kreis Heinsberg jedenfalls wieder gezeigt, wie modern und qualitativ hochwertig das Schreinerhandwerk arbeitet und wie außergewöhnlich Möbel sein können.

Im Rahmen der Preisverleihung des Wettbewerbs „Gute Form“ stellten insgesamt 14 angehende Gesellen ihre Stücke im Haus Spiess in Erkelenz aus. Beim Obermeister der Tischlerinnung, Hermann-Josef Claßen, war die Freude angesichts der vielen einzigartigen und tollen Stücke besonders groß. „Es zeigt wieder einmal, wie wichtig und bereichernd eine Ausbildung sein kann, gerade in diesem dualen System“, erklärte er. Die gesamte Leistungsfähigkeit des Berufsstands Tischler werde hier mehr als deutlich.

Zum mittlerweile 34. Mal vergibt die Tischlerinnung nun schon diesen Preis. Damals wie heute sei es das Ziel, die Fantasie der jungen Absolventen anzuregen, so Claßen. „Dabei sollen sie sich nicht nur über die Form ihres Ausstellungsstücks Gedanken machen, sondern auch über die Form ihres weiteren Lebenswegs“, gab er ihnen mit auf den Weg.

Die Qual der Wahl in puncto „bester Form“ hatte eine Jury, die sowohl aus Experten als auch fachfremden Mitgliedern bestand. Eines von ihnen war Joachim Winands von der Volksbank Erkelenz. „Für uns war es wirklich echt schwer zu entscheiden, wer den ersten Platz verdient hat“, berichtete Winands von der Entscheidungsfindung. Vor allem zwischen Platz eins und zwei hätten nur Nuancen entschieden. Dabei habe die gute Mischung der Jury auch zu einer lebhaften Diskussion geführt und das vermeintliche „Fußvolk“ hätte seine Meinung mit einbringen können. „Fachwissen und Emotion, so kann man es kurz und prägnant zusammenfassen.“

Hohes Niveau

Zu den wichtigsten Kriterien der Bewertung gehörten die Eigenständigkeit der Idee, die Eindeutigkeit der Umsetzung, die Nutzungsqualität sowie die Form und Funktion der werkgerechten Qualität.

Diese Kriterien am besten umgesetzt hat Lukas Rademacher vom Ausbildungsbetrieb Thomas Hammermeister in Heinsberg. Er überzeugte die Jury mit einem Schreibtisch in Nussbaum und Corian und darf sich nun Sieger im Wettbewerb „Gute Form 2018“ nennen.

Auf dem zweiten Platz landete Paul Schlagheck aus Wegberg, ebenfalls mit einem Schreibtisch in Nussbaum, gefolgt von Pascal Windeln aus Waldfeucht, der einen Schreibtisch in Eiche formte.

Da das Niveau dieses Jahr so hoch war, sprach die Jury zudem noch zwei Belobigungen aus: Philipp Köck aus Hückelhoven und Jannik Schaefer aus Wegberg wurden damit ebenfalls geehrt.

Bis Donnerstag, 5. Juli, können alle Gesellenstücke noch im Haus Spiess, Franziskanerplatz in Erkelenz, besichtigt werden.

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