Kreis Heinsberg: West Energie: Gas billiger, Strom teurer

Kreis Heinsberg : West Energie: Gas billiger, Strom teurer

Eine gute und eine schlechte Nachricht hatten Alfred Fegers von der West Energie und Verkehr sowie Dr. Wolfgang Hüppe und Kai-Oliver Dubben von der NEW Energie, der gemeinsamen Vertriebsgesellschaft von West und NVV, bei einem Pressegespräch in Erkelenz kurz vor Weihnachten für die Verbraucher in ihrem Versorgungsgebiet: Der Gaspreis sinkt, aber der Strompreis steigt zum Jahreswechsel.

Ursprünglich war beim Strom Ende Mai eine Erhöhung um 0,59Cent je Kilowattstunde beantragt worden. Nach einem neuen Tarifantrag im Dezember nach „verkürztem Verfahren” wegen einer Änderung der Beschaffungskosten hat die Preisaufsichtsbehörde in Nordrhein-Westfalen jetzt für die West ab 1. Januar eine Erhöhung um 0,69 Ct/kWh netto beziehungsweise 0,82 Cent/kWh einschließlich der zukünftig 19Prozent betragenden Umsatzsteuer genehmigt.

Hüppe zeigte auf, dass alles in allem bei einem Durchschnittsverbrauch von 3500 kWh im Jahr rund 46 Euro, das sind 3,83 Euro monatlich oder 6,89 Prozent mehr auf den Verbraucher zukommen. Bei einem Vergleich mit anderen Anbietern, so Hüppe, liege die West aber auf einem guten Platz im Mittelfeld.

Der Preisverfall auf dem Heizölmarkt in den vergangenen Monaten erlaubt beim Gas - angesichts reduzierter Gasbezugspreise, die an die Kunden weitergegeben werden - eine Abgabepreissenkung ab Januar.

Die Preissenkung für die Haushalte durch Anpassung der Netto-Gaspreise zum 1. Januar um 0,20Cent je Kilowattstunde würden bei einer Mietwohnung mit einem Bedarf von 8000 kWh im Jahr etwa 16 Euro, bei einem neuen Einfamilienhaus mit guter Wärmedämmung und 15.000 kWh rund 30 Euro und bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus und 30.000 kWh-Bedarf etwa 60 Euro weniger ausmachen.

Da aber die Mehrwertsteuer ab diesem Zeitpunkt von 16 auf 19 Prozent steigt, wird der größte Teil der Einsparung aufgezehrt, so dass bei der Berechnung für eine Mietwohnung allenfalls drei, beim neuen Häuschen acht und beim durchschnittlichen Haus 21 Euro im Jahr als Ersparnis übrig bleiben.